Dienstag, 11. August 2009

Mona Lisa lächelt auch nach Teetassenwurf weiter: Verwirrte Russin bewarf Kunstwerk

  • Louvre: Frau verhaftet und psychologisch untersucht
  • Motiv für Angriff unklar. Museum reichte Klage ein

Sie lächelt versonnen wie immer - ein Wurf mit einer Teetasse hat der Mona Lisa im Pariser Louvre nichts anhaben können. Das berühmte Gemälde von Leonard da Vinci ist durch Panzerglas geschützt und stark bewacht. So blieb die Mona Lisa völlig unbeschadet, als eine russische Touristin eine leere Tasse nach ihr schleuderte.

Die Gründe für den Angriff seien unklar, berichtete die Zeitung "Le Parisien". Die Frau wurde festgenommen und psychologisch untersucht. Das Museum reichte Klage ein.

Möglicherweise leidet die Frau am sogenannten Stendhal-Syndrom, das Menschen zwingt, sich an Kunstwerken zu vergehen. Im vergangenen Jahr hatte eine junge Frau einem gänzlich weißen Gemälde des US-Künstlers Cy Twombly, das in Avignon ausgestellt war, mit geschminkten Lippen einen Kuss aufgedrückt. (apa/red)

11.8.2009 10:07