Skandal-Silvio sagt Paparazzi Kampf an:
Italiens Premier startet Klage-Offensive
- Berlusconi zeigt "Daily Mail" wegen Lappalie an
- "Habe das Recht, in Frieden gelassen zu werden"
·Immunitätsgesetz sorgt für Wirbel
Der Schutzschild für Berlusconi ist Geschichte
·Silvio fährt Attacke gegen Präsidenten
Berlusconi fällt wieder einmal aus der Rolle
·Berlusconis "Frauen- Lieferant" verhaftet
Unternehmer brachte Damen zu Partys mit
·Bezahlte Frauen bei Berlusconis Partys!
Unternehmer bestellte
30 Ladys in fünf Monaten
·Nun spricht erstmals die blutjunge Noemi
Will nicht an Berlusconis Ehe-Aus schuld sein
·"Ich bin nicht krank,
ich bin Superman"
Silvio Berlusconi kontert Zweifeln an Gesundheit
·Skandal-Silvio sagt Paparazzi Kampf an
Schutz der Privatsphäre: Berlusconi mit Klage-Flut

Der skandalgeplagte italienische Regierungschef Silvio Berlusconi verliert offenbar die Nerven und startet eine internationale juristische Offensive zum Schutz seiner Privatsphäre. Nachdem der Ministerpräsident in diese Woche zwei Paparazzi angezeigt hat, die ihn in seiner Sommerresidenz auf Sardinien in Bademantel und Schlapfen abgelichtet hatten, erhielt auch die britische Tageszeitung "Daily Mail" eine Anzeige des italienischen Premierministers. Das Blatt hatte harmlose Bilder eines abgemagerten Berlusconi in Shorts und Jogging-Schuhen veröffentlicht, der auf einem Landungssteg im Park seiner Villa auf die Jacht seiner Tochter Marina wartet.
"Es ist eine Frage des Prinzips. Berlusconi ist ein Verfolgter, dessen Privatsphäre stets verletzt wird. Die Engländer versuchen den Italienern stets Lehren zu erteilen, sind aber die ersten, die sich nicht an die Regeln halten", sagte Nicolo Ghedini, Rechtsanwalt des italienischen Premierministers. "Ich habe das Recht, in Frieden gelassen zu werden, wenn ich im Kreise meiner Familie bin", wurde Berlusconi von der römischen Tageszeitung "La Repubblica" zitiert.
Seit Monaten steht der italienische Regierungschef im Mittelpunkt einer Skandalreihe um sein Privatleben. Unter anderem geht es um Fotos von Partys in Berlusconis sardischer Villa Certosa im mondänen Badeort Porto Rotondo. An den Partys sollen auch Prostituierte teilgenommen haben. Zuletzt waren Tonaufnahmen veröffentlicht worden, die von einem Gespräch zwischen einem Callgirl und Berlusconi stammen sollen. Zuvor hatte es Gerüchte über seine enge Beziehung mit der heute 18-jährigen Schülerin Noemi Letizia gegeben. Ehefrau Veronica Lario hatte daraufhin die Scheidung angekündigt.
Kritik wegen sein Verhaltens musste Berlusconi erneut von der katholischen Tageszeitung "L'Avvenire", Sprachrohr der italienischen Bischofskonferenz, hinnehmen. In einem Kommentar warf der Chefredakteur des Blatts, Dino Boffo, dem italienischen Premierminister "Arroganz" vor, unter der auch die Kirche leide. Er rief Berlusconi zu einem schlichteren Lebensstil auf.
(apa/red)
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