Fall Kampusch noch nicht bei den Akten: Evaluierungskommission bespricht sich
- Hatte Wolfgang Priklopil etwa doch einen Komplizen?
- "Herr Adamovich hat für die Kommission gesprochen"

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Nach der Aufregung rund um offene Fragen und daraus resultierende mögliche Tatbestände im Fall Kampusch hat die im Innenministerium angesiedelte Evaluierungskommission beschlossen, sich zu einer kurzen Zwischenbesprechung zu treffen. Um Kommissions-Leiter Ludwig Adamovich den Rücken zu stärken, wolle man kurz Resümee ziehen, sagte Mitglied Rudolf Keplinger, Chef des LKA Oberösterreich.
Der Ex-Verfassungsgerichtshofpräsident war nach medialen Stellungnahmen zu einer möglichen Mehrtätertheorie und der Gefangenschaft Kampuschs jüngst in die Kritik geraten. Klarstellen wollte man laut Keplinger, dass die Kommission geschlossen hinter Adamovichs Aussagen steht. Dieser habe dabei stets auf offene Fragen hinweisen wollen, nicht auf einen akuten Verdacht, so Keplinger über dessen Angaben zu möglichen Komplizen von Natascha Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil.
"Weil er in den gestrigen Tagen an den Grenzen zur Untergriffigkeit angegriffen worden ist, haben wir uns entschlossen, so jetzt müssen wir deutlich machen, dass Herr Adamovich für die Kommission gesprochen hat", erläuterte Keplinger den Schritt, dass mehrere Kommissions-Mitglieder an die Öffentlichkeit getreten seien. "Von Anfang an wurde eigentlich vereinbart, es kann jeder seine Meinung haben, aber die Kommissions-Meinung präsentiert Herr Adamovich. Herr Adamovich hat die Öffentlichkeitsarbeit gemacht."
"Es sind noch Fragen offen."
Die Kern-Botschaft der Expertengruppe laut dem LKA-Leiter: "Es sind schlicht noch Fragen offen." Diese betreffen, wie von Adamovich bereits mehrmals betont, den Ablauf der Entführung, der Gefangenschaft und die Möglichkeit von Mitwissern und -tätern.
(apa/red)
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