Keine Volkswahl des Bundespräsidenten? Fischler schlägt Kür durch Parlament vor
- Konsens: Fischers Wahl durch Bundesversammlung?
- Derzeit kein ÖVP-Kandidat mit ernsthaften Chancen

·Cap will ÖVP von Fischer überzeugen
Koalitionspartner soll die Wiederwahl unterstützen
·Doch ÖVP-Kandidat
für die Hofburg?
Pröll will seiner Partei
alle Optionen offenhalten
·Fischer geht nicht für SPÖ ins Wahlrennen
Unparteiliche Kandidatur wäre aber eine Option
Der frühere EU-Kommissar Franz Fischler tritt für einen Konsens aller Parteien zur Wiederwahl von Bundespräsident Heinz Fischer ein. Die Wahl sollte dann durch die Bundesversammlung und nicht vom Volk erfolgen, meinte Fischler. "Wenn der amtierende Bundespräsident Heinz Fischer erklärt, er möchte weitermachen und ohnedies schon angekündigt hat, er möchte der Kandidat aller Österreicherinnen und Österreicher sein, dann sollte man sich die Volkswahl sparen."
Die Parteien sollten nach Ansicht Fischlers versuchen, im Konsens auf die Nominierung eigener Kandidaten zu verzichten und eine Präsidentenwahl durch die Bundesversammlung (Nationalrat und Bundesrat) anstreben. Dafür wäre eine Verfassungsänderung nötig. Scheitert dieser Konsens, habe die ÖVP gar keine andere Wahl, als ebenfalls einen Kandidaten zu stellen, so Fischler gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". Er sehe derzeit aber "niemanden, der eine ernsthafte Chance gegen den aktiven Bundespräsidenten hat".
(apa/red)
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