Freitag, 7. August 2009

Der Glühbirne geht kein Lichtlein mehr auf:
NEWS über Lampenstreit und Hamsterkäufe

  • Energiesparlampen sollen in EU Glühbirnen ersetzen
  • "Besseres" Licht der alten Lichtquelle aber belegbar

Der Chef des kleinen, aber feinen Eisenwarenhändlers Eisen-Dorn im zweiten Wiener Gemeindebezirk gerät leicht in Rage – vor allem in letzter Zeit. Und speziell dann, wenn es um Glühlampen geht: "Ein völliger Schwachsinn ist das Glühlampen-Verbot, das uns die EU da eingebrockt hat!"

Tatsache ist: Ab 1. September 2009, also schon in knapp einem Monat, werden keine matten Glühlampen und auch keine normalen Glühlampen mit 100 oder mehr Watt mehr verkauft. Nach und nach wird dann bis 2012 die Ära der mit Wolframfaden versehenen Glühbirne auslaufen.

Verordnetes Stromsparen
Der Grund für den scheinbaren Bürokratenwahnsinn: Energie sparen. Denn die Glühbirne, so die EU, ist ein ökologisches Sündenprodukt. Nur fünf Prozent werden bei der Glühlampe in Licht umgewandelt, der Rest in Wärme. Und das erhöht den ohnehin schon hohen globalen CO2-Ausstoß weiter. Allein in Österreich könnten mit einem kompletten Umstieg auf Energiesparlampen 1,04 Millionen Tonnen Kohlendioxid verhindert werden.

Allerdings: Der "von oben" verordnete Umstieg auf Halogenlicht und Energiesparlampen ist vielen Konsumenten ein Gräuel. Gleich nachdem im Februar dieses Jahres der endgültige EU-Beschluss gefasst war, folgten Hamsterkäufe. Johann Hatzenbichler, Direktor und Chef der Lichttechnik bei Philips, bestätigt: "Der Glühlampen-Verkauf stieg phasenweise um 50 Prozent an." Und nicht nur der Verkauf, auch die Preise stiegen enorm: Eine Zehnerpackung mit Glühbirnen kostete etwa bei Eisen-Dorn in Wien 2 im Mai noch rund 4,80 Euro, jetzt bereits 6,80 Euro.

Geben Glühlampen "besseres" Licht?
Nicht nur Otto Normalverbraucher stieg in den nostalgischen Glühbirnen-Ausverkauf ein. Gernot Pottlacher, Professor am Institut für Experimentalphysik an der TU Graz, hat selbst auf Vorrat eingekauft. "Denn von den Aspekten der Behaglichkeit her ist die Glühlampe unerreichbar", erklärt der Wissenschaftler sein Faible für die Glühbirne.

Diese Erkenntnis ist wissenschaftlich belegt: Antwort darauf gibt die sogenannte Kruithof-Kurve, derzufolge die Behaglichkeit des Menschen von der Farbtemperatur der Lichtquelle abhängt. Und dabei ist das Glühlampenlicht der Sonnenstrahlung, wie man sie kurz nach Sonnenaufgang kennt, am ähnlichsten.

LED-Leuchten
Die Lichttechnik der Zukunft ist aber die LED (Leuchtdiode). Bislang schaffte man es nicht, mit dieser Technik einen echten Glühbirnen-Ersatz zu kreieren. Aber im kommenden Jahr wird die LED-Leuchte zu einem akzeptablen Preis zur Marktreife gebracht; derzeit kostet eine LED-Leuchte 20 Euro. Beim Stromverbrauch ist die LED-Lampe aber unschlagbar günstig.

David Hell

Lesen Sie im NEWS 32/09, welche Kosten mit dem Umstieg auf Energiesparlampen verbunden sind.

7.8.2009 08:46
ledshift, 07. 08. '09 15:55
FALSCH!
Wir wundern uns, dass solche Falschmeldungen noch immer so häufig zu finden sind. Es gibt schon lange LEDs auf dem Markt die eine 100W Glühbirne ersetzen und dies bei nur 13W Verbrauch und 77lm/W
und...
Dass ein Prof. für Ex.p. noch nicht mitbekommen hat, dass LEDs eine jede Farbe z.B. auch - warm WEISS - 2.800K (wie eine Glühbirne) - erzeugen können, ist traurig. Dass er sich aber auch noch an den Hamsterkäufen beteiligt, ist traurig hoch 10!
Wir ersuchen die Leser, sich ein eigenes Bild zu machen und sich nicht von Falschmeldungen verleiten zu lassen. Hier ein paar Info Seiten, die man sich durchlesen sollte!
3 step´s zur richtigen LED Beleuchtung http://www.ledshift.com/3German.html
http://www.ledshift.com/Farbtemperatur%20German.html
http://www.ledshift.com/Ideenbox%20German.html
founder, 07. 08. '09 07:58
Nach der Glühbirne das 2 Takt Knatter Stink Moped
Die Glühbirne war nur ineffizient im Vergleich zu LED oder Energiesparlampe. Das 2 Takt Knatter Stink Moped ist hingegen nicht nur ineffizient, die Abgase stinken nach verbrannten Schmieröl, der Lärm ist für viele unerträglich.

Dabei ist Stand der Technik in der 45km/h Klasse das Elektromoped, wie es ja auch vom ÖAMTC in Kärnten erfolgreich verkauft wird.

Leise, keine Abgase und bei der Energieeffizienz so überlegen wie LED Lampe gegen Glühbirne. Die meisten Jugendlichen gäben 4 Liter als Verbrauch der 2 Takt Stinker an. Da man in GuD Kraftwerken aus 1 Liter Benzin 5,2 kWh Strom machen könnte, haben Elektromopeds sozusagen 0,8 Liter /100km, noch besser 2m² Photovoltaik erzeugen Strom für 5000km pro Jahr.

Es wird Zeit, daß hier der Gesetzgeber endlich handelt!