Halb Europa surft regelmäßig im Internet: EU will weiteren Ausbreitung vorantreiben
- Bericht ortet auch hohe Affinität für Mobilfunkdienste
- Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte noch gering
·Mobiles Internet soll beschleunigt werden
EU gibt neue Frequenzen für Mobilfunkdienste frei
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Zuwächse bei Frauen und
Senioren besonders hoch
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Die Europäische Kommission hat einen Bericht über die digitale Wettbewerbsfähigkeit Europas veröffentlicht. Der Studie zufolge nutzen 56 Prozent aller Europäer das Internet regelmäßig, das heißt mindestens einmal pro Woche. Unter den Bürgern der EU ist darüber hinaus eine hohe Affinität für Mobilfunkdienste festgestellt worden. Die Union hat mittlerweile mehr Mobilfunknutzer als Einwohner, dies entspricht einem Verbreitungsgrad von über 119 Prozent, wird nicht ohne Stolz verkündet.
"Europas digitale Wirtschaft hat ein gewaltiges Umsatzpotenzial in allen Wirtschaftssektoren. Damit dieser Vorteil aber tatsächlich in ein nachhaltiges Wachstum und neue Arbeitsplätze umgesetzt werden kann, müssen die Regierungen Führungsstärke zeigen und koordinierte Maßnahmen treffen, um bestehende Hindernisse für neue Dienste zu beseitigen", erklärt Viviane Reding, die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin, in einer Aussendung.
Handlungsbedarf: Ein Drittel der Europäer noch offline
Trotz der durchaus fortgeschrittenen Digitalisierung in der EU sieht die Kommission aber einige Verbesserungspotenziale. Beispielsweise hat ein Drittel der EU-Bürger noch nie das Internet benutzt. Die Schlusslichter sind hier Bulgarien, Rumänien und Griechenland, wo nur zwischen 25 und 31 Prozent der Privathaushalte über einen Internetanschluss verfügen.
Aus den Studienergebnissen hat die Kommission nun einige Handlungsmaxime für die Regierungen der einzelnen Staaten abgeleitet. Ziel der "i2010" genannten Strategie soll es sein, jedem EU-Bürger Zugang zu einem Breitbandanschluss zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass grenzüberschreitende Geschäfte über das Internet angekurbelt werden. Darüber hinaus sollten sich die Gesetzgeber Gedanken darüber machen, wie man sich die kreative Energie der jungen Internet-User zu Nutze machen könnte und auch wie man sie gerecht entlohnen könnte.
Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte gering
Eine weitere Erkenntnis des Berichts ist, dass junge Menschen für Online-Inhalte wie Videos oder Musik offenbar nur ungern zahlen wollen. Gar 33 Prozent sind überhaupt nicht bereit, etwas zu zahlen. Im EU-Durchschnitt waren dies nur zirka 17 Prozent. Die jungen Nutzer seien jedoch zu Zahlungen bereit, sollte dafür ein besserer Service bzw. bessere Qualität geboten werden. Paradoxerweise gaben sie überdies mehr Geld für Video- oder Musikangebote im Web aus als der EU-Durchschnitt. (pte/red)
