Dienstag, 4. August 2009

Kleine und große Geschäfte der Welpen:
So bekommen Sie Ihren Kleinen stubenrein!

  • Der Einsatz von Kennels kann eine große Hilfe sein
  • Lob und Belohnung bewirkt mehr als Bestrafung

Die Blase eines Welpen ist klein und hält zu Beginn noch keinem großen Druck stand. Daher können Hundekinder ihre großen und kleinen Geschäfte auch nicht kontrollieren. Verspüren sie den Drang danach sich erleichtern zu müssen, so geschieht dieses an Ort und Stelle. Ob das nun draußen, am heiligen Wohnzimmerteppich oder in der Küche am Steinboden ist, spielt dabei keine Rolle. Wer seinen Racker so schnell wie möglich sauber bekommen möchte, hat anfangs alle Hände voll zu tun. Auch die nächtliche Ruhe kann dabei in Mitleidenschaft gezogen werden. Durch Konsequenz und Durchhaltevermögen hält sich der Zeitraum in der die Welpen lernen sauber zu werden aber in Grenzen.

Eine große Hilfe stellt dabei ein Hundekennel oder Hundetransportbox dar. Im Bestfall ist der Welpe diese bereits vom Züchter gewöhnt. Ansonsten muss er langsam mit dem Kennel vertraut gemacht werden. Dabei hilft es die Lieblingskuscheldecke und feinste Leckereien hineinzulegen oder den Hund sogar darin zu füttern – alles um eine positive Verknüpfung zu erzielen. Akzeptiert der Welpe den Kennel und fühlt sich darin wohl, kann dieser nachts auch geschlossen werden. Da es in der Regel gegen die Natur eines Hundes ist seinen Schlafplatz zu verunreinigen, wird er sich durch beispielsweise Fiepen bemerkbar machen, sollte er hinaus müssen. Um den Welpen auch sicher hören zu können, sollte der Kennel nachts in der Nähe des Schlafzimmers stehen. Gibt der Hund an, sollte man sich aber beeilen um rechtzeitig hinaus zu kommen. Erledigt der Kleine sein Geschäft dann draußen wird er überschwänglich gelobt.

Ein Kennel erweist sich auch als überaus praktisch, sollte man mal für KURZE Zeit außer Haus müssen und den Hund nicht mitnehmen können. Im Kennel kann der Welpe keinen Unfug anstellen, sondern ist in seiner sicheren Höhle gut aufgehoben. Es wird allerdings vorausgesetzt dass das „Alleine bleiben“ zuerst geübt wurde. Ein Kennel ist nicht dazu gedacht um den Hund stundenlang eingesperrt alleine zu lassen! Nicht zuletzt sorgt eine Transportbox auch für Sicherheit im Auto.

Unter Tags gilt die Faustregel: unmittelbar nach dem Spielen, nach dem Schlafen und nach dem Fressen muss der Welpe hinaus. Für jedes erledigte Geschäft werden die Kleinen gelobt und bestärkt. Geht mal etwas daneben war der Hundehalter zu langsam. Auf keinen Fall sollte der Hund dann für das Malheure bestraft werden.

Timining spielt in der Hundeerziehung eine sehr wichtige Rolle. Mit etwas Geduld bekommt man schon bald das richtige Gefühl dafür. Dann macht es Hund und Halter gleichermaßen Spaß neue Aufgaben zu lernen!

Isabel Finsterwalder

4.8.2009 13:01