Donnerstag, 6. August 2009

'Verbraucher sollen mit Boykott antworten':
AK geißelt Änderung bei Verpackungsgrößen

  • Variierende Inhaltsmengen machen sich bemerkbar
  • AK rät Konsumenten zu einer genauen Betrachtung

Adleraugen kaufen günstiger - das gilt nicht erst, aber besonders seit Inkrafttreten der neuen Richtlinie zu Verpackungsgrößen. Produzenten dürfen seit April Waren nun in beliebig großer oder kleiner Verpackung anbieten - und machen davon laut Arbeiterkammer (AK) auch weidlich Gebrauch. Betroffen seien Joghurt-Drinks, Schokowaren, Knabbergebäck, Taschentücher, Windeln sowie Wasch- und Reinigungsmittel, sagte AK-Experte Karl Kollmann.

Wie sich die Änderungen konkret auswirken, konnte Kollmann nicht beurteilen, da noch alles "im Fluss" sei. Genaueres könne erst im Herbst gesagt werden. Es dürfte aber so sein, dass die Verpackungen kleiner werden, sagte Kollmann.

Den Kunden wird daher geraten, die Grundpreisauszeichnung genau anzuschauen. "Wo Veränderungen bemerkt werden, sollten die Verbraucher mit der schärfsten Waffe antworten - dem Boykott", meinte Kollmann. Die Auswahl sei schließlich "groß genug".

Da die Grundpreisauszeichnungen oft sehr klein gedruckt sind, gebe es bereits Gespräche mit dem Handel über eine Verbesserung. Kollmann zeigte sich optimistisch, dass diese noch im Herbst abgeschlossen sind.
(apa/red)

6.8.2009 11:37