Ein neuer violetter Geist geht um...: Austria überzeugt gegen Novi Sad mit toller Moral
- Vorstand Parits: "Bin stolz auf diese Mannschaft"
- Trotz Sieg: Daxbacher sieht noch Luft nach oben

Dank neuem Geist, toller Moral und glücklichem Händchen des Trainers hat FK Austria Wien am Donnerstag den Einzug in finale Phase der Qualifikation zur Europa-League erreicht. Die Violetten steckten einen 0:1- und 1:2-Rückstand weg und besiegten den serbischen Vizemeister Vojvodina Novi Sad 4:2 (1:1). "Ich bin stolz auf diese Mannschaft", lobte Vorstand Parits.
Als Rubin Okotie in der 93. Minute einen Konter zum Endstand abschloss, waren die 8.207 Zuschauer im Horr-Stadion endgültig aus dem Häuschen und feierten ihre Elf mit Standing Ovations. An ein Happy End hatten nach spannender zweiten Hälfte nicht mehr alle geglaubt. "Nach dem 1:2 war ich mir nicht mehr sicher, weil von uns keine rollenden Angriffe und Druck zu sehen waren", gestand Karl Daxbacher.
Aber dann zog der Austria-Trainer seine Joker, die prompt stachen. Keine vier Minuten nach seiner Einwechslung köpfelte Emin Sulimani dank Unterstützung des Vojvodina-Keepers Zeljko Brkic den Ausgleich und bereitete das 3:2 vor, das Mamadou Diabang kurz nach seinem Eintausch erzielte. "Durch das 2:2 ging ein Ruck durch die Mannschaft, die einen guten Job gemacht hat. Wer die Tore macht ist egal, es zählt nur der Aufstieg", meinte Sulimani.
Daxbacher sieht noch Luft nach oben
Trainer Daxbacher verkündigte, dass er sich freue, so eine Mannschaft, die durch große Moral, eine Sonderleistung und einen Kraftakt den Sieg ermöglicht habe, trainieren zu dürfen. "Sie wird sich im Laufe der Saison noch steigern", ist der 56-Jährige überzeugt und merkte, dass die jungen Spieler in kritischen Situationen noch Fehler begingen.
Von einem "Wahnsinnsspiel" sprach auch der gegnerische Feldherr, dessen Mannen nach dem 1:1 von Belgrad auf einen schnelles Tor aus gewesen waren. Wir waren dem 3:1 näher als Austria dem 2:2", trauerte Dragoslav Stepanovic der großen Chance nach.
(apa/red)
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