Dienstag, 11. August 2009

Flugunglück in New York: Hubschrauber & Flugzeug stürzen nach Kollision in Hudson!

  • Neun Tote: Bisher acht Leichen aus Fluss geborgen
  • Luftraum über Manhatten gilt als besonders überfüllt

Nach der Kollision eines Kleinflugzeugs mit einem Touristen-Hubschrauber in New York sind acht Leichen aus dem Hudson River geborgen worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde mit Hilfe von Echoloten auch das Wrack des Flugzeugs am Grund des Hudson geortet. Starke Strömung und schlechte Sicht im trüben Wasser erschwerten die Bergungsarbeiten. Die Ursache des Unglücks war weiterhin unklar.

Die beiden Flugzeuge waren nach einem Zusammenstoß in der Nähe von Manhattan in den Fluss gestürzt. An Bord des Hubschraubers befanden sich außer dem Piloten fünf italienische Touristen auf einem Rundflug. Der Helikopter gehörte einem Unternehmen für Besichtigungs- und Charterflüge. Unter den drei Insassen des Kleinflugzeugs war ein Kind. Nach Angaben des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg hatte keiner der Insassen eine Chance, das Unglück zu überleben.

Absturzursache noch unklar
Die Wrackteile des Hubschraubers und des einmotorigen Privatflugzeugs wurden nach Angaben der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB zu einem Hafenpier gebracht. Zu der Ursache für den Absturz könnten sie noch nichts sagen, teilte Behördensprecherin Debbie Hersman am Sonntag Reportern mit. "Wir befinden uns noch in der Anfangsphase unserer Ermittlungen".

Augenzeugenberichten zufolge war die einmotorige Maschine vom Typ Piper PA-32R bei einer Linkswende von unten gegen den Helikopter gestoßen. Dabei sei eine Tragfläche des Flugzeugs und der Propeller des Hubschraubers abgerissen worden, hieß es. Das Unglück ereignete sich in einem vielbeflogenen Luftkorridor zwischen Manhattan und der Stadt Hoboken im US-Staat New Jersey. Dort können Piloten ihre Strecke weitgehend selbst wählen, sofern sie unter einer Flughöhe von 300 Metern bleiben und den Wolkenkratzern in Manhattan nicht zu nahe kommen.

Lasche Kontrolle
Vor knapp einem Monat hatte ein Bericht des US-Verkehrsministeriums vor einer zu laschen Kontrolle der Mietflugbranche gewarnt. In dem Bericht wurde die Flugaufsichtsbehörde (FAA) dafür kritisiert, Unternehmen, die Flüge mit Maschinen für weniger als 30 Passagiere anbieten, deutlich weniger stark zu überwachen als größere Fluggesellschaften. Die NTSB-Vorsitzende erklärte in einem Interview der Nachrichtenagentur AP vor dem Unglück vom Samstag, der Bericht mache deutlich, dass bei der Aufsicht ein Ungleichgewicht herrsche.

(apa/red)

11.8.2009 09:53