Taliban-Führer in Pakistan getötet: Kam
bei Luftangriff der US-Armee ums Leben
- Mehsud war einer der größten Regierungs-Gegner
- Auch Ehefrau, Schwager sowie Leibwächter gestorben

Der Chef der radikal-islamischen Taliban in Pakistan ist tot. Aus Kreisen der Taliban verlautete, Baitullah Mehsud sei beim Angriff eines unbemannten US-Flugzeugs getötet und sei bereits beerdigt worden.
Der pakistanische Innenminister Rehman Malik sagte, neben Mehsud seien eine seiner Ehefrauen, sein Schwager sowie sieben seiner Leibwächter getötet worden. Ein Anführer der Taliban sagte, Mehsud sei bereits am vergangenen Mittwoch bei einem US-Drohnenangriff im Stammesgebiet Süd-Waziristan an der afghanischen Grenze ums Leben gekommen. Der Chef der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), der Taliban-Bewegung Pakistans, sei noch am selben Tag beerdigt worden. Sein Nachfolger werde nach dem heutigen Freitagsgebet bekanntgegeben.
Mehsud war einer der wichtigsten Gegner der pakistanischen Regierung, die ihn unter anderem für den Mord an Ex-Premierministerin Benazir Bhutto verantwortlich machte. Seine Anhänger haben zahlreiche Anschläge in Pakistan verübt. Die pakistanischen Taliban waren in den vergangenen Monaten bereits durch die Armeeoffensive gegen die Aufständischen im nordpakistanischen Swat-Tal geschwächt worden.
Die USA verüben im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan immer wieder Raketenangriffe mit Drohnen, unbemannten Flugzeugen, auf Verstecke von Extremisten. Sie hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (3,48 Mio. Euro) auf Mehsud ausgesetzt.
(apa/red)
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