Samstag, 8. August 2009

Natascha Kampusch jetzt in Lebensgefahr?
Ex-OGH-Chef fürchtet Angriff durch Mittäter

  • Rzeszut hält möglichen Komplizen zu allem fähig
  • "Er könnte sich zu Handlungsbedarf entschließen"

Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshof (OGH) und Mitglied der Evaluierungskommission, Johann Rzeszut, befürchtet offenbar Lebensgefahr für Natascha Kampusch durch einen möglichen Mittäter. "Wir fürchten nichts mehr als in einigen Jahren eine Zeitungsmeldung des Inhalts 'Natascha Kampusch tot aufgefunden' oder 'Natascha Kampusch tödlich verunglückt'", so Rzeszut. Der Leiter der Kommission, Ludwig Adamovich, war vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Zu dieser Annahme soll dem Ex-OGH-Chef neben der Aussage einer Zeugin auch veranlassen, "dass der Tatplan eines Einzeltäters, ein Kind in verbautem Gebiet mit einem selbstgelenkten, von außen einsehbaren Kraftfahrzeug zu entführen, völlig unrealistisch wäre", wie es seitens "Österreich" in einer Vorab-Meldung hieß.

Mittäter "zu allem fähig"
Ein möglicher Mittäter könnte demnach zu allem fähig sein, denn "eine Person, die während der Zeit der Opferabhängigkeit wiederholt gemeinsam mit P. und dem Tatopfer gesehen wurde, hat akzentuierten Erklärungsbedarf. (...) Befürchtet er beispielsweise irgendwann einmal, das Opfer könnte die volle Wahrheit über sein Schicksal etwa medial verwerten, könnte er sich zu finalisierendem Handlungsbedarf entschließen", soll Rzeszut geschrieben haben.

Sagt Natascha nicht volle Wahrheit?
"Mögliche Motive für bewusste unwahre Angaben" wie eine "langfristige Annäherung an die Täter (Stockholm-Effekt) aufrechte Druckausübung durch einen bisher nicht belangten Täter, Deckung von Implikationen nahestehender Personen" könnten ein Grund sein, warum Natascha Kampusch bisher offenbar nicht die ganze Wahrheit ans Licht gebracht hätte. Nicht zu erklären sei, "dass die Ermittlungsverantwortung offenbar weiterhin bei einem Leitenden Oberstaatsanwalt bleibt, der die von kriminalpolizeilicher Seite angeregten Ermittlungsinitiativen ins Lächerliche zieht".

Die Evaluierungskommission wolle der jungen Frau einen weiteren Schicksalsschlag ersparen: "Sie legt aber auch Wert auf einen effizienten Beitrag zu der Überzeugung noch nicht belangter oder potenzieller Täter, dass Kapitalverbrechen und dazu fassbare Ermittlungsansätze von der österreichischen Strafrechtspflege nicht salopp auf die leichte Schulter genommen werden", wie Rzeszut im Brief an "Österreich" formuliert haben soll.

Kommissionsleiter Adamovich war Samstagnachmittag vorerst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Seitens des Bundeskriminalamts wurde diesbezüglich an die Staatsanwaltschaft Wien verwiesen - auch hier war aber niemand zu sprechen. (apa/red)

8.8.2009 18:27
schau-ma-mal, 09. 08. '09 07:37
Das Sommerloch und alte Hüte
Scheinbar wäre es wirklich ratsamer, die Zeitungen über den Sommer über abzubestellen. Wen, außer den Betroffenen, interessiert bitte noch die Kampusch? Das Mädel hat sicher Tiefen gehabt, aber bitte nicht die ganze Nation damit belästigen. Es gäbe bei Gott interssantere Themen unserer Politik und Wirtschaft, wo die normalen Bürger abgezockt, belogen und nicht informiert werden. Aber über solche Themen will scheinbar keine Redaktion stolpern.
himmelsbotin, 23. 08. '09 09:52
Re: Das Sommerloch und alte Hüte
ICh geb dir total recht- die Kampusch interessiert die Menschheit mittlerweile ungefähr so wie die Lugners oder die Sarata.
Dennoch wird man mit ihnen ständig belästigt.
Die wichtigen Themen lassen wir aus- das könnte das dumme kleine Volk belasten und zum nachdenken anregen....
Woppo, 08. 08. '09 23:24
Natascha hat falsche Berater ,die Mutter will Kohle
machen,die eigentlich Natascha zusteht !
himmelsbotin, 23. 08. '09 09:51
Re: Natascha hat falsche Berater ,die Mutter will Kohle
und warum steht ihr Kohle zu?
Sie hat mehr als genug bekommen für Interviews,Reportagen diese mehr als nichtssagende Sendung (war glaub ich auf ATV).
Sie kann sich eine Wohnung am Spitteberg leisten, das Haus vom P. erhalten, ein Auto- welcher normalsterbliche vom Rennbahnweg kann das sonst noch?
Wenn ich an die Fritzl denke, die meiner Meinung nach weit schlimmeres durchgemacht hat- und deren Kinder die würden mediale AUfmerksamkeit und Hilfe dringend benötigen. Doch die haben das einzig richtige gemacht- Rückzug, neues Leben.
Die gute Natasche jammert in der Österreich das sie einsam ist, ein Einsiedlerkrebs geworden ist- warum sieht man dann ständig ihr Bild in Zeitungen,TV und neue Artikel über sie????