14-Jähriger von Polizei getötet: Beamte sprechen bei Einvernahme von "Angriff"
- Nach tödlichen Schüssen Polizisten erstmals verhört
- Unterdessen wurde Komplize der Einbrecher verhaftet
Rumäne bestreitet Beteiligung an Merkur-Einbruch

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Nach den tödlichen Schüssen in einem Kremser Supermarkt wurden die beiden Polizisten erstmals einvernommen. Sie gaben dabei an, von den Jugendlichen "angegriffen worden" zu sein. Ein 14-Jähriger wurde in der Folge getötet. Die Befragung der Beamten soll schwierig gewesen sein. Immer wieder mussten Pausen eingelegt werden. Unterdessen wurde ein dritter Tatverdächtiger festgenommen. Er bestreitet aber seine Beteiligung an dem Einbruch im Merkur-Markt.
Die Beamten wurden am Freitagabend von etwa 19.45 bis 23.30 Uhr einvernommen. Es habe dabei mehrere Unterbrechungen gegeben. Die Polizisten werden von einem Wiener Rechtsanwalt vertreten. Sie hatten auf zwei mutmaßliche Einbrecher drei Schüsse abgegeben, weil sie nach ihren Angaben angegriffen worden waren. Der 14-jährige Florian P. starb, der 16 Jahre alte R. erlitt durch ein Projektil Durchschüsse beider Oberschenkel. Dass die Frau einmal und ihr Kollege zweimal gefeuert hatte, "könnte stimmen", hieß es am Samstag. R. hatte zu Protokoll gegeben, auf ihn und den 14-Jährigen sei gefeuert worden, als sie flüchten hätten wollen.
Dritter Verdächtiger in Haft
Der als mutmaßlicher Mittäter bei dem Einbruch in einen Kremser Merkur-Markt festgenommene 28-jährige Rumäne streitet jede Beteiligung ab. Er wurde in seinem Wohnbezirk Krems festgenommen. Bei der Einvernahme hat er nach einem Dolmetscher und einem Rechtsanwalt verlangt. Mit dem Einbruch in den Merkur-Markt will er laut Polizei jedenfalls nichts zu tun haben.
Als "vage" hat die Polizei bezeichnet, dass es neben Florian P., dem 16-jährigen R. und dem festgenommenen Rumänen noch weitere Mittäter bei dem Merkur-Einbruch gegeben haben könnte. Gerüchten, die in der Lerchenfeld-Siedlung in Krems kursierten, würde jedenfalls nachgegangen.
Fotograf verletzt
Bestätigt wurde, dass in einen Fall von Körperverletzung vor dem Merkur-Markt der Bruder des getöteten Florian P. involviert ist. Er soll einen Fotografen niedergeschlagen haben, der ins Landesklinikum Krems eingeliefert werden musste. Der Beschuldigte ist vorerst jedoch noch nicht einvernommen worden. Die Befragung werde "wegen der derzeitigen Situation erst später durchgeführt."
"Ich habe eigentlich recht freundlich mit ihm geredet, mit Mitgefühl natürlich, und war dann ganz baff, dass er so reagiert, einfach so direkt mit der Faust", berichtete der verletzte Fotograf dem ORF. Das Opfer erlitt schwere Gesichtsblessuren und einen Jochbeinbruch.
(apa/red)
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