Dienstag, 4. August 2009

Das Geld liegt auf der Straße: Während der Fahrt verliert Geldtransporter 150.000 Euro

  • Polizist verfolgte Transporter und brachte Geld zurück
  • Elektronischer Defekt am Fahrzeug wird angenommen

Ein Geldtransporter hat in Wien während der Fahrt zur Nationalbank einen Koffer mit rund 150.000 Euro verloren. Gefunden wurde das Ladegut auf der Straße von einem Kriminalbeamten in zivil, der rein zufällig hinter dem Transporter fuhr.

Ein Beamter vom Landeskriminalamt Wien war in zivil mit seinem Pkw hinter dem Transporter unterwegs, als dessen hintere Fahrzeugtür aufsprang und eine Geldkassette mit etwa 150.000 Euro auf die Straße fiel, erzählte ein Ermittler. Geistesgegenwärtig hat der Polizist mit seinem Fahrzeug die Straße abgesperrt, den Koffer aufgehoben und ist dem Geldtransporter hinterhergefahren. Trotz mehrerer Anhalteversuche ist der Lenker weitergefahren. Bei der Nationalbank hat der ehrliche Finder schließlich den Transporter eingeholt und den Geldkoffer abgegeben.

Elektronischer Defekt
Grund für den Zwischenfall dürfte ein Defekt am Geldtransporter gewesen sein. Laut Stefan Ratzenberger, Sprecher der betroffenen Firma Loomis Österreich, war eine Tür nicht ganz geschlossen. Normalerweise blinke in so einem Fall eine Warnleuchte im Fahrzeuginneren auf, aufgrund eines elektronischen Defektes dürfte das Warnsystem ausgefallen sein. Konsequenzen gebe es daher für die Mitarbeiter keine. Man habe aber daraufhin sämtliche Fahrzeuge überprüfen lassen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Laut Loomis-Sprecher Ratzenberger stimmt der kolportierte Betrag von 150.000 Euro nicht. "So ein Wert darf mit einem derartigen System gar nicht transportiert werden", meinte er. Über den genauen Betrag wollte er sich nicht äußern.
(apa/red)

4.8.2009 16:33