Donnerstag, 30. Juli 2009

Die Metropolen der Welt in Weiß erstrahlen lassen: Weiße Dächer für gesündere Umwelt

  • Helle Oberflächen speichern wesentlich weniger Hitze
  • Tendenz der Erderwärmung könnte reduziert werden

Hochsommer - Temperaturen, die alles andere als gnädig sind. Je tiefer wir ins Stadtzentrum vordringen, umso drückender senkt sich die beodelnde Luft auf uns herab. Über der City hängt eine Hitzeglocke, die sich nicht mal mehr nachts abzukühlen scheint. Ein Phänomen, das uns nicht nur das Atmen während der heißesten Zeit des Jahres erschwert.

Das Prinzip ist folgendes: Die Sonne strahlt auf Straßen und Dächer herab. Diese erwärmen sich umso stärker, je dunkler sie sind, speichern die Hitze und strahlen sie kontinuierlich wieder auf ihre Umgebung ab. Je dünkler also eine Metropole von oben - so könnte man sagen -, desto mehr Wärme nimmt sie durch die Sonneneinstrahlung auf. Und desto stärker trägt sie zur Erderwärmung bei.

Hell ist kühl
Je heller wiederum eine Oberfläche, desto höher der Anteil des reflektierten Lichts. Während ein schwarzer Gegenstand nur wenige Prozent reflektiert, wirft ein roter immerhin 35 Prozent, ein weißer sogar 75 Prozent des Lichts retour. Würde man nun die Hausdächer weiß streichen und auch die Straßen, soweit als möglich, hell halten, würde die Stadt wesentlich weniger Hitze speichern. Was nicht zuletzt die Erderwärmung vermindern und zum Klimaschutz beitragen würde. Schon seit Jahren befasst sich der amerikanische Physiker Hashem Akbari mit dem Prinzip der kühlenden Dächer und Straßenbeläge.

Außen wie innen
Ein weiterer Vorteil weiß gestrichener Dächer: Der Innenraum des Hauses erwärmt sich nicht so stark. Was wiederum heißt, dass man weniger kühlen muss und mehr Energie sparen kann. Das wären doch eigentlich genügend Gründe, es den Bewohnern Kaliforniens nachzumachen, und alle Flachdächer weiß zu streichen. (www.farbimpulse.de/Klara Vakaj)

30.7.2009 16:04