Mobiles Internet soll beschleunigt werden:
EU gibt Frequenzen für Mobilfunkdienste frei
- 900-MHz-Frequenz wird für UMTS-Dienste geöffnet
- Beeinträchtigung bei Telefonie nicht ausgeschlossen
·Mobiles Internet boomt in Österreich
Bereits 28 Prozent der Anschlüsse sind mobil
·Schon jeder zweite Haushalt mit Breitband
Verbreitung beträgt in Österreich 53 Prozent

Nutzer von Internet per Mobilfunk können in der EU auf schnelleres Surfen hoffen. Der EU-Ministerrat verabschiedete am Montag eine entsprechende Getzesnovelle zur Nutzung von Funkfrequenzen, wie die Kommission in Brüssel mitteilte. Nach Kommissionsangaben soll damit ein bestimmter Frequenzbereich (900 Megahertz) künftig unter anderem für UMTS-Netze nutzbar werden. Über UMTS können Nutzer auch telefonieren, sie ermöglichen aber vor allem einen besonders schnellen Internetzugang vom Handy oder mit dem Laptop unterwegs.
Bisher war die 900-Megahertz-Frequenz vor allem für die klassischen GSM-Handynetze reserviert, die nur sehr viel langsameres Surfen erlauben. Die neuen UMTS-Dienste sollten Handytelefonate in diesen Netzen aber nicht beeinträchtigen, hieß es aus der Kommission.
Der Branchenverband Bitkom erwartete zumindest in den kommenden ein bis zwei Jahren "keine dramatischen Veränderungen für die Verbraucher in Deutschland". Sollte auf dem Frequenzbereich künftig allerdings UMTS oder sogar noch neuere Handynetze der sogenannten vierten Generation (4G) ausgebaut werden, seien wegen des technischen Aufwands in der Umstellungsphase Beeinträchtigungen beim mobilen Telefonieren wahrscheinlich, sagte Bitkom-Experte Manfred Breul. (apa/red)
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