Jacksons Todesursache bleibt ein Rätsel:
Gerichtsmedizin lässt sich mit Autopsie Zeit
- Vor nächster Woche ist kein Bericht zu erwarten
- Privatarzt weiter im Mittelpunkt der Ermittlungen
·Jacksons Todes-
Spritze: Arzt gesteht
Verabreichte Infusion -
& nicht mehr gekümmert?
·BILDER: Ermittler suchen nach Beweisen
Jackos Arzt gerät immer mehr unter Verdacht!
·2. Autopsie: Jacko hatte Propofol im Blut
Genauere Ergebnisse stehen immer noch aus
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BILDER der berührenden Trauerfeier für Jackson
·Großer Ansturm bei Jackson-Trauerfeier
BILDER: Tausende Fans trauern um großes Idol
·Michael Jacksons Leben in BILDERN
Seine Mega-Konzerte, seine Fans, seine Tiefen

Das Rätselraten um die genaue Todesursache von Michael Jackson hält an. Entgegen früheren Berichten ist mit dem Ergebnis der toxikologischen Untersuchungen in dieser Woche kaum zu rechnen. Der zuständige Gerichtsmediziner in Los Angeles, Ed Winter, sagte dem Internetdienst "E!Online", dass der Autopsiebericht vor nächster Woche wohl nicht zu erwarten sei. Die Testreihen sollen klären, welche Medikamente der "King of Pop" bei seinem Tod durch Herzversagen am 25. Juni im Körper hatte.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen zum Tod des Popstars steht weiterhin dessen Privatarzt Conrad Murray (51). US-Medienberichten zufolge sind jedoch auch immer mehr andere Mediziner im Verdacht, dem Sänger unter seinen verschiedenen Decknamen widerrechtlich schwere Schmerz- und Schlafmittel verschrieben zu haben. Ermittler suchten auch die Praxis des Schönheitschirurgen Lawrence Koplin in Beverly Hills auf. Jacksons Dermatologe Arnold Klein soll dort eine Behandlung an dem Sänger vorgenommen haben.
Hausarzt in der Schuldenfalle
Dem Sender CNN zufolge hatte der Kardiologe Murray in den vergangenen zwei Jahren hohe Schulden angehäuft. Der Arzt führte zwei Praxen in Las Vegas (Nevada) und Houston (Texas). Seit Mai war er für ein Monatsgehalt von 150.000 Dollar (106.353 Euro) bei Jackson angestellt und sollte ihn auf seine Comeback-Tour nach London begleiten.
Bei einer Großrazzia in der Praxis und dem Wohnhaus von Murray in Las Vegas beschlagnahmten die Ermittler erneut zahlreiche Dokumente, Handys und eine Computer-Festplatte. Schon in der vorigen Woche hatten die Ermittler einen Lagerraum und eine Praxis Murrays in Houston durchsucht.
Tödliche Tropf-Infusion
Murray soll dem "King of Pop" Medienberichten zufolge wegen dessen Schlafstörungen eine Tropf-Infusion mit dem Narkosemittel Propofol gegeben haben. Die Polizei gehe davon aus, dass der Arzt sich dann nicht weiter um den Sänger gekümmert habe und vielleicht sogar selbst eingeschlafen sei, hatte der Internetdienst tmz.com berichtet.
Jacksons Chefköchin Kai Chase berichtete unterdessen von Unregelmäßigkeiten am Todestag. Normalerweise sei Dr. Murray immer gegen zehn Uhr in die Küche gekommen, um Frühstück für den "King of Pop" zu holen, sagte sie CNN. An jenem 25. Juni sei er jedoch nicht um die gewohnte Zeit erschienen. Erst gut zwei Stunden später sei er schreiend die Treppe heruntergekommen und habe gerufen: "Schnell, holt Prince (Jacksons ältestes Kind), holt die Sicherheitsleute." Murray war seit Mai bei dem Sänger angestellt. Am Todestag hatte er noch versucht, ihn wiederzubeleben, jedoch ohne Erfolg.
(apa/red)
