Freitag, 31. Juli 2009

Kurzfristiger Stress verbessert Gedächtnis:
Hormon Corticosteron bringt Hirn in Trab

  • Zumindest Ratten sind im Labyrinth viel schneller
  • Gestresste Nager bewältigten Hindernisparcours

Im Gegensatz zu andauerndem Stress, der körperliche und geistige Schäden verursacht, kann kurzfristiger Stress die Gedächtnisleistung verbessern. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität Buffalo bei Tierversuchen.

Die Wissenschafter trainierten Ratten, den Weg durch ein Labyrinth zu finden. Danach setzten sie die Hälfte der Tiere unter Stress, indem sie sie 20 Minuten lang schwimmen ließen, und setzten sie danach wieder in das Labyrinth. Auch noch einen Tag nach dem Schwimmen machten die gestressten Ratten weniger Fehler als die nicht gestressten. Dabei verhielten sie sich nicht verängstigt oder depressiv.

Bei weiteren Versuchen zeigte sich, dass die bessere Leistung auf die Wirkung des Hormons Corticosteron auf den sogenannten präfrontalen Cortex, einen Teil des Frontallappens der Großhirnrinde, zurückzuführen ist, wie die Experten in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten.
(apa/red)

31.7.2009 09:54