Sonntag, 2. August 2009

Eine bittere Pille für die Pharma-Industrie:
Starker Widerstand gegen Kassensanierung

  • Fast die Hälfte der Einsparungen betrifft Medikamente
  • Kommen auf Patienten künftig zusätzliche Kosten zu?
    PLUS: Was ist IHRE MEINUNG zur Kassensanierung?

Bedenken gegen das Kassen-Sanierungspaket kommen nach der ÖVP nun auch verstärkt aus der Pharma-Industrie. Fast die Hälfte der 1,7-Mrd.-Euro-Maßnahmen soll bei Medikamenten eingespart werden. Für die Interessensvertretung Pharmig ist diese Summe "nicht nachvollziehbar". Generalsekretär Jan Oliver Huber kritisierte, dass mit den Medikamentenherstellern gar nicht verhandelt worden sei.

"Geld über den Kopf hinweg zu bestimmen" sei "nicht der richtige Stil", kritisiert Huber im Ö1-"Morgenjournal". Fast 900 Millionen Euro sollen Medikamente zum Krankenkassen-Sanierungspaket beitragen - um diesen Betrag sollen die Kosten in den kommenden vier Jahren geringer ausfallen als von den Krankenkassen prognostiziert. Der Pharmig-Generalsekretär zeigte sich über den Betrag verwundert, die Zahlen seien "so nicht nachvollziehbar", weswegen er Bedenken von Wirtschafts- und Finanzministerium verstehe.

Zusätzliche Kosten für Patienten
Es werde schon zu Kosten-Dämpfungen kommen, weil Patente für bestimmte Medikamente ablaufen, argumentiert Huber. Allerdings nicht in der Höhe wie in dem Kassen-Paket angeführt durch das Verschreiben von wirkstoffähnlichen oder günstigeren Arzneimitteln. Kleine Packungs-Größen hätten außerdem auch negative Auswirkungen für die Patienten. Sie würden "nur zusätzliche Kosten für die Patienten hervorrufen, weil, wenn mehr Packungen benötigt werden, öfter Rezeptgebühr bezahlt wird", meint Huber.

Für den Herbst habe die Pharmaindustrie Gespräche mit den Krankenkassen vereinbart, heißt es aus der Pharmig. Erst dann werde sich herausstellen, wie viel wirklich einsparbar sei. (apa/red)

2.8.2009 17:21
pusher23, 03. 08. '09 13:49
arme Pharmaindustrie
Denen wächst das Geld eh schon bei den Ohren heraus. Patienten werden absichtlich nicht geheilt! EIN GESUNDER MENSCH IST KEIN KUNDE FÜR DIE PHARMAINDUSTRIE!!!
Und diese geldgierigen Bonzen wollen sich jetzt noch aufregen dass sie weniger vom Kuchen abbekommen??
Leute lasst euch nicht verarschen von denen!
muatal, 02. 08. '09 16:55
kassensanierung
es ist leider gottes so dass die pharmaindustrie mit ihren redegewandten vertretern den ärzten oft sinnlose medikamente aufschwatzen. und wenn wer glaubt dass diese a bessere wirkung haben als die alten gut eingeführten hat er sich getäuscht. also bitte reduziert die verordneten medikamente auf ein sinnvolles maß dann werden die patienten auch diese nehmen, derzeit werden die patienten im zuge der vorsorgeuntersuchungen mit medikamenten zugeschüttet weil sie von der pharmaindustrie beworben werden, aber die wirkung ist mehr als fraglich
drahthuhn, 02. 08. '09 12:29
Wie wurscht das ist!
Würden die sich nicht, nebenbei völlig ungerechtfertigt, als moralische Instanz gebärden, die könnten investieren, wo sie wollten. Und die Entschuldigungen dafür sind was für geistig Zurückgebliebene. Ohne Konflikte funktioniert der ganze Verein halt nicht und wenn man bedenkt, daß in Deutschland schon seit 1999 die Abtreibung in Pillenform auf dem Markt ist, dann weiß man, was man vom XVI. und all seinen Vorgängern zu halten hat.
Übrigens: sollten die nicht BUSSE UND DEMUT üben?
Geht nicht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in den Himmel kommt?
Und: der Herr ja nie verboten, in Raketenaktien zu inverstieren.
Oder steht's vielleicht im NT?
Aber, Hand auf's Herz, wie viele GLÄUBIGER der Kirche haben das wohl schon gelesen?
Böse Worte,aber wahr........