Freitag, 31. Juli 2009

Arbeitslosigkeit zwingt Europa in die Knie:
Höchste Rate seit zehn Jahren aufgezeichnet

  • Arbeitslosigkeit in EU-Ländern auf 9,4 % angestiegen
  • Spanien, Lettland und Estland am stärksten betroffen

Erste Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft mag es ja geben - bei den Arbeitnehmern Europas kommt die Krise aber gerade erst so richtig an. In den 27 EU-Ländern ist die Rate der Menschen auf Jobsuche im Juni auf 8,9 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit 1999 gestiegen. Österreich (4,4 Prozent) und die Niederlande (3,3 Prozent) verzeichneten die niedrigsten Arbeitslosenquoten.

Die höchsten Quoten meldeten Spanien (18,1 Prozent), Lettland (17,2 Prozent) und Estland (17 Prozent). Eurostat schätzt, dass im Juni 2009 in der EU-27 insgesamt 21,5 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 14,9 Millionen in der Eurozone. Gegenüber Mai hat die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU-27 um 246.000 und in der Eurozone um 158.000 zugenommen. Gegenüber Juni 2008 ist die Zahl der Arbeitslosen um fünf Millionen in der EU-27 und um 3,2 Millionen in der Eurozone gestiegen.

Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag im Juni 2009 in der Eurozone bei 19,5 Prozent und in der EU-27 bei 19,6 Prozent. Im Juni 2008 hatte sie 15,2 Prozent bzw. 15,1 Prozent betragen. Die niedrigste Quote verzeichneten die Niederlande (6,3 Prozent) und die höchsten Quoten Spanien (36,5 Prozent) und Litauen (31,0 Prozent im zweiten Quartal 2009). In den USA lag die Arbeitslosenquote bei 9,5 Prozent im Juni 2009 und in Japan bei 5,2 Prozent im Mai 2009.
(apa/red)

31.7.2009 14:17