Jetzt ist es endlich offiziell: Österreicher
rackern Woche für Woche wie die Berserker
- Arbeitszeit liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt
- Im Mittel werkt jeder Arbeitnehmer 41,6 Stunden

·Heile Arbeitswelt in Österreich? Falsch!
Hohe Unzufriedenheit im Job: Jeder 10. resigniert
·Österreich hat mehr
geleistet als erwartet
Wirtschaft ist im Vorjahr
um 2 Prozent gewachsen
Was Arbeitnehmern in Österreich eigentlich längst klar war, ist jetzt endlich auch amtlich: Hierzulande wird mehr gearbeitet als in den meisten anderen Ländern. Mit einer Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden (+0,5 Stunden gegenüber 2007) liegt Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt von nur 40,4 Stunden, wie eine Studie der EU-Agentur Eurofound belegt. Mit diesem Wert haben wir es europaweit unter die Top-5 geschafft. Noch fleißiger sind nur vier Länder: Rumänien, Tschechien, Lettland und Polen.
Die Rumänen arbeiteten laut Studie 41,8 Stunden je Woche und die Tschechen, Letten sowie Polen kamen je auf 41,7 Stunden. Ähnliche lange Arbeitszeiten verzeichnete die EU-Agentur mit Sitz in Dublin in Bulgarien (41,5 Stunden), Deutschland (41,2 Stunden) sowie Estland und Slowenien (je 41,1 Stunden). Am kürzesten wurde hingegen in Irland (38,9 Stunden), Belgien (38,6Stunden) und Frankreich (38,4 Stunden) gearbeitet.
2008 arbeiteten die Österreicher somit mehr als in den Kollektivverträgen vereinbart. Die festgelegte Arbeitszeit lag - wie auch 2007 - durchschnittlich bei 38,8 Stunden und damit im Bereich des EU-Durchschnittes von 38,6 Stunden. Mehr Arbeitsstunden als in unserem Land waren vor allem in Osteuropa vorgesehen. So waren etwa in bulgarischen, estnischen und ungarischen Tarifverträgen 40 Stunden festgelegt. In Dänemark und Frankreich waren es hingegen nur 37 beziehungsweise 35 Stunden.
In der Studie wurde auch erhoben, dass den Österreichern im Vorjahr mindestens 25 bezahlte Urlaubstage zugestanden sind. Damit ist die Alpenrepublik führend zusammen mit Dänemark, Frankreich, Luxemburg und Schweden. In den meisten Ländern - darunter Deutschland, Italien und Tschechien - waren zumindest 20 Tage freie Tage vereinbart.
(apa/red)

