Lufthansa bei AUA endlich im Landeanflug:
EU-Kommission genehmigt Airline-Verkauf
- Pröll spricht von "wirtschaftspolitischem Meilenstein"
- Lufthansa machte im Kartellverfahren Zugeständnisse
·Ende der Reise unter
rot-weiß-roten Flügeln
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die Geschichte der AUA
·AUA verabschiedet
sich mit Megaverlust
Nettoverlust für 2008
betrug 429,5 Mio. Euro
·Lufthansa erarbeitet Milliardensparpaket
Drastischer Sparkurs
des deutschen Kranichs

Am letzten Tag des alten Ultimatums kam das Grüne Licht aus Brüssel: Die Deutsche Lufthansa darf die angeschlagene Austrian Airlines (AUA) mit Auflagen übernehmen. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat bis zuletzt mit Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber um die Auflagen gerungen. Formell müssen die EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission erst zustimmen. Dem "Kranich" reicht aber das Wort der mächtigen Kommissarin Kroes. Im letzten Moment hat die Lufthansa im Kartellverfahren noch einmal Zugeständnisse gemacht, um Wettbewerbsbedenken zu zerstreuen.
Nach Angaben der AUA selbst gibt es positive Signale, dass auch das Beihilfeverfahren für die 500-Millionen-Staatshilfe in ihrem Sinn ausgeht. Spätestens Mitte September soll die "Austrian" unter den Fittichen des Kranich fliegen. Die verbliebenen AUA-Streubesitzaktionäre werden zwangsabgefunden.
Vom Scheitern bedroht
In den vergangenen Wochen war der Deal mehrfach vom Scheitern bedroht gewesen, weil die Lufthansa unter dem Hinweis, dass sich der Deal bald nicht mehr rechnet, rentable Slots auf Strecken Deutschland/Wien mit Zähnen und Klauen verteidigt hat. Die Krise hat die Lage für alle noch schwieriger gemacht. Schrittweise näherte man sich aber an, immer mehr Auflagen wurden akzeptiert.
Die Deutschen hatten sich vorbehalten, aus dem bereits im Dezember 2008 unterschriebenen Kaufvertrag auszusteigen. Als sich Anfang der Woche ein Durchbruch abzuzeichnen begann, aber klar war, dass der Formalbeschluss aus Brüssel zeitlich nicht mehr möglich war, verlängerten die Deutschen das Angebot bis 31. August.
(apa/red)

