Mittwoch, 29. Juli 2009

Zagreb-Trainer spuckt große Töne vor Spiel
in Salzburg: "Wir sind ihnen weit voraus"

  • Dinamo voller Selbstvertrauen in CL-Qualifikation
  • Kroatischer Meister zeigt nur vor Janko Respekt

Krunoslav Jurcic, Trainer von Dinamo Zagreb, ist offenbar kein Freund leiser Töne. Vor dem Champions-League-Quali-Duell mit Red Bull Salzburg gab sich der 39-Jährige jedenfalls überaus selbstbewusst. "Vom Talent her können sie uns nicht stoppen", erklärte der Trainer des kroatischen Meisters im Siegestaumel nach dem imposanten 7:1-Liga-Auftakt gegen Istra 1961 Pula.

Kruno Jurcic hat die Partien der Salzburger gegen Bohemians Dublin genau analysiert, bei der 0:1-Niederlage der Bullen in Ried war Dinamo mit zwei "Spionen" vertreten. Von dem, was er sah und hörte, ist Jurcic laut "Sportske novosti" (Titel: "Dinamo ohne Angst") "nicht beeindruckt". Sein Fazit lautet: "Wir sind Favorit". Von der Qualität her "sind wir ihnen weit voraus".

"Wir sind die technisch stärkere Mannschaft, unser ausgereiftes Kombinationsspiel ist unsere schärfste Waffe. Wir haben eindeutig mehr individuelle Qualität, auch wenn sie ebenfalls hervorragende Spieler in ihren Reihen haben", schwankte Jurcic dann zwischen demonstrativem Optimismus und Respekt vor dem Gegner. Letzterer hält sich aber offenbar in Grenzen: "Sie haben ein Problem mir ihren mangelnden Fähigkeiten und der fehlenden Brillanz."

"Wir haben ein Problem"
Die Gefahr von Salzburg gehe eher davon aus, dass die Mannschaft "sehr organisiert und geduldig" spiele. "Wir haben ein Problem, wenn wir gegen so nüchterne Teams spielen müssen", so Jurcic. Red Bull Salzburg sei daher ein "ernster" Kontrahent, zumal sich die Defensiv-Philosophie des neuen Trainers Huub Stevens bereits bemerkbar mache. "Sie stehen dicht gestaffelt, kommen aber zu wenig Toren." Obwohl ein Name auch in den Ohren von Jurcic einen guten Klang hat: "Vorne ist Marc Janko eindeutig ihr gefährlichster Mann".

Keine Infos erhielt hingegen Robert Kovac, der die familiäre Schiene nutzen wollten. Er habe lange mit Bruder Niko telefoniert, erzählte Robert der Tageszeitung "Vecernji list", Niko habe ihm aber nichts Wesentliches erzählt. "Ich wollte ihm Geheimnisse entlocken, er hat aber sofort das Thema gewechselt." Niko Kovac beendete diesen Sommer seine aktive Karriere bei Red Bull und ist nun Coach bei den "Juniors" in der Ersten Liga.

Sorgen bereitet Dinamo aber weiter der radikale Teil der Fan-Gruppe "Bad Blue Boys". Um Unannehmlichkeiten und mögliche UEFA-Sanktionen zu verhindern, erhielten die "BBB" vom Verein an sich ein "Reiseverbot" nach Salzburg auferlegt. Ob sie sich auch daran halten, ist die Frage. Über die Medien wurde jedenfalls appelliert: "Wenn ihr Dinamo liebt, lasst es bitte bleiben."

(apa/red)

29.7.2009 07:34