Sonntag, 2. August 2009

Rapid in Kärnten mit Personalsorgen:
Akuter Stürmermangel bei Hütteldorfern

  • Hoffer zu Napoli gewechselt, Maierhofer gesperrt
  • Auch Kärnten-Coach Schinkels mit Kader-Problemen

Rapid hat vor dem Heimspiel der dritten Bundesliga-Runde heute (17.00 Uhr LIVE auf NEWS.at) gegen Austria Kärnten mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Vor allem im Angriff fehlen Trainer Peter Pacult die Alternativen, nachdem sich Erwin Hoffer nach Neapel verabschiedet hat und Stefan Maierhofer gesperrt ist.

Nikica Jelavic musste im Europa-League-Quali-Match am Donnerstag vorzeitig mit muskulären Problemen vom Platz. "Er fängt immer nach 70 Minuten zu dehnen an, das hat sicher mit seinen Verletzungsproblemen in Belgien zu tun", vermutete Pacult. Zudem war Mario Konrad zuletzt wegen einer Knieblessur außer Gefecht. "Wir werden sehen, wer am Sonntag wirklich dabei sein wird, aber es könnte sich für beide ausgehen", meinte Pacult nach der Regenerationseinheit am Freitagvormittag, an der Jelavic in vollem Umfang teilnahm.

Der Kroate dürfte daher von Beginn an stürmen und Christopher Trimmel zur Seite gestellt bekommen, der zuletzt im Mittelfeld im Einsatz war. Auch in diesem Mannschaftsbereich sind Pacults Sorgen groß, schließlich fehlen neben dem gesperrten Pehlivan weiterhin Branko Boskovic (Pacult: "Nur der Arzt weiß, wann er wieder voll mittrainieren kann") und Veli Kavlak ("Bei ihm weiß niemand genau, was er hat").

Dennoch hofft Pacult, dessen Club nur eines der jüngsten vier Liga-Spiele gewann, auf eine Wiedergutmachung für das 1:2 in Mattersburg und auf einen vollen Erfolg im ersten Liga-Heimspiel der neuen Saison. "Ich muss jetzt schauen, dass die Mannschaft bis Sonntag auch mental frisch wird und Spannung aufbaut", sagte der Wiener, der vor dem mit zwei Niederlagen gestarteten Gegner Respekt zeigte. "Bei den Kärntnern hat es im Sommer gewisse Veränderungen geben, aber sie dürften wieder ein gutes Kollektiv sein."

Die Aussage von Pacult stellt für Kärnten-Betreuer Frenie Schinkels angesichts von - saisonübergreifend gesehen - acht Niederlagen und zwölf sieglosen Partien en suite wohl nur einen schwachen Trost dar. "Aber mir gibt viel Mut, dass wir die letzten zwei Matches gut gespielt haben, auch wenn wir immer in der 92. Minute das entscheidende Gegentor bekommen haben."

Der bisher letzte volle Erfolg in der Fremde gelang am 6. Dezember des Vorjahres (5:2 in Altach), der jüngste Klagenfurter Sieg datiert vom 18. März (4:2 gegen Sturm). "Trotzdem ist die Stimmung bei uns super. Die Bilanz ist ja nur deswegen so negativ, weil die letzte Saison miteingerechnet wird, und da waren am Ende Spieler am Werk, die schon Verträge bei anderen Vereinen hatten und nicht mit Herz bei der Sache waren", betonte Schinkels.

Seit dem Lizenz-Transfer von Pasching nach Klagenfurt reichte es für den SK Austria Kärnten gegen Rapid in acht Partien bei sieben Niederlagen gerade einmal zu einem Remis, im Hanappi-Stadion setzte es in vier Auftritten ebenso viele Niederlagen. "Rapid ist eben sehr heimstark", meinte Schinkels und hofft auf die Nervenstärke von Referee Eisner, "weil österreichische Schiedsrichter im Hanappi-Stadion oft nicht die Nerven haben".

(apa/red)

2.8.2009 07:19