Samstag, 1. August 2009

"Sind für eine Überraschung gut": LASK spekuliert gegen Salzburg mit Sensation

  • Hamann zuversichtlich. Stevens: "Fehler vermeiden"
  • Janko und Schiemer dürfen auf Einsätze hoffen

Der LASK rechnet sich beim angeschlagenen Red Bull Salzburg im einzigen Samstagsspiel der Runde (heute 19.30 Uhr LIVE auf NEWS.at) einiges aus. Das Kalkül von Linz-Trainer Matthias Hamann: Weil die Champions-League-Kämpfer derzeit vor allem mit sich selbst beschäftigt sind, könnte Schwarz-Weiß selbst am Kunstrasen von Wals-Siezenheim die Gunst der Stunde nutzen und zumindest einen Punkt entführen.

"Wenn wir unser Spiel durchziehen, dann können wir jeden in die Knie zwingen", gab sich Hamann kämpferisch. "Natürlich werden am Schluss Salzburg, Austria und Rapid oben stehen. Aber ich denke, dass wir für die eine oder andere Überraschung gut sind." Der Deutsche will sich gar nicht all zu viel mit dem Gegner auseinandersetzen, das sei auch gar nicht notwendig: "Wir sind im Sandwich zwischen den Zagreb-Partien der Salzburger, dort ist alles darauf ausgerichtet. Das ist ihnen sicher wichtiger als das komische Spiel gegen den LASK."

"Komisch" ist den Verantwortlichen in Salzburg derzeit freilich kaum zumute. Und wie sein Gegenüber zeigte Trainer Huub Stevens nur bedingtes Interesse für den Gegner. "Wir müssen versuchen, Fehler zu vermeiden und unsere Stärken ausspielen", erklärte der Niederländer. Apropos Fehler: Fast alle Gegentore resultierten aus individuellen Schnitzern, für Stevens ein nur allzumenschliches Phänomen. "Fehler werden eben gemacht", meinte der Mann, bei dem die "Null" stehen muss, und ergänzte: "Ich sehe Fehler, die ihr (die Medien, Anm.) nicht seht, die aber wichtiger sind."

Janko und Schiemer dürfen hoffen
So gesehen, könnten auch der heuer noch torlose Marc Janko sowie Verteidiger Franz Schiemer trotz seines schweren Patzers gegen Zagreb wieder mit von der Partie sein. "Ich habe bei ihnen keine Verunsicherung gespürt", erklärte Stevens. Jezek, Leitgeb und Zickler waren nach dem Zagreb-Spiel angeschlagen, sollten laut Stevens aber einsatzbereit sein. "Ich hoffe, dass die Spieler gegen den LASK wieder frisch genug sind." Den LASK kennt der 55-Jährige: "Ich weiß, wie sie spielen. Sie haben zwar viele Tore geschossen, aber auch einige reinbekommen", meinte er mit einem Schmunzeln im Rückblick auf das 4:5 des LASK gegen die Wiener Austria am vergangenen Freitag.

In der Saison 2008/09 war der LASK ein echter Lieblingsgegner der Salzburger, die alle vier Partien für sich entschieden. Die bisher letzte Niederlage gegen die "Athletiker" erlitt man am 4. Oktober 2007 beim 1:4 in Linz. Die letzte Heimniederlage gegen die Oberösterreicher ist bereits über neun Jahre her: In der Prä-Red-Bull-Ära unterlagen die Mozartstädter am 11. März 2000 zu Hause mit 1:2. Schon damals trat Jürgen Panis als Torschütze in Erscheinung, er dürfte nach auskurierter Sprunggelenksverletzung zumindest wieder auf der Linzer Bank platznehmen.

Während sich der serbische Neuling im Sturm, Petar Skuletic, "langsam der Form eines Profifußballers" annähere, ist mit Wendel hingegen eher nicht mehr zu rechnen. Noch immer ist der Brasilianer, in der Saison 2007/08 noch Prunkstück des defensiven Mittelfelds, nach seiner Knieverletzung nicht fit. Sein Vertrag läuft bis 2010, eine Entscheidung dürfte in der kommenden Woche fallen.

(apa/red)

1.8.2009 07:14