Der so dringend benötigte Hype ist da:
Schumacher-Comeback beglückt Formel 1
- Wurz: "Da freuen sich nicht nur die Ferrari-Fans"
- Von siebenfachem Weltmeister einiges zu erwarten
·Schumacher gibt Comeback in Formel 1
Ersetzt verunfallten
Felipe Massa bei Ferrari
·Weber: "Er konnte nicht Nein sagen"
Schumacher-Manager
zu Comeback skeptisch
·Aus Verbundenheit zum Ferrari-Team
Der König der Formel 1
steigt wieder ins Cockpit

Das überraschende Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher in der Formel 1 bringt der Motorsport-Königsklasse just am Tag der BMW-Ankündigung, mit Saisonende aus der Formel 1 auszusteigen, einen kräftigen Hype. "Ich finde das sensationell. Das Comeback ist für den Sport sicher gut", meinte Alexander Wurz, der überzeugt ist, dass alle Formel-1-Fans dem Comeback am 23. August beim GP von Europa in Valencia gespannt entgegensehen. "Da freuen sich nicht nur die Ferrari-Fans", erklärte der Niederösterreicher.
Was vom siebenfachen Weltmeister und Gewinner von 91 GP-Rennen zu erwarten ist, hängt vor allem davon ab, wie er mit den Regeländerungen seit seinem Rücktritt 2006 zurecht kommt, glaubt Wurz. "Er war drei Jahre nicht aktiv dabei, hat nur einige Tests gemacht. Die Frage wird sein, wie wohl er sich mit dem neuen Reglement, den neuen Reifen fühlt. Ohne Testfahrten ist das keine einfache Aufgabe", sagte Wurz.
"Andererseits kann man sich von einem siebenfachen Weltmeister einiges erwarten. Passen die Reifen zu seinem Fahrstil, dann ist er gleich vorne dabei. Sonst wird er zwei, drei Rennen brauchen, mehr nicht", ist der 69-fache GP-Pilot, der 2007 sein letztes WM-Rennen absolviert hat, überzeugt.
"Sicher hilfreich und förderlich"
Dass in einer Zeit, in der die Formel 1 weniger mit den sportlichen Leistungen und vielmehr mit diversen Streitigkeiten und Finanz-Diskussionen in den Schlagzeilen ist, der größte Star zurückkehrt, "ist sicher hilfreich und förderlich für die Formel 1. Aber grundsätzlich muss man einen Schritt zurück denken. Es wird immer gekämpft in der Formel 1, Teams kommen und gehen".
Das gelte auch für den deutschen Automobilkonzern BMW, der am Mittwoch angekündigt hat, sich mit Ende der Saison aus der Königsklasse zurück zu ziehen. "Dass BMW geht, ist für die Formel 1 nicht so schlimm. Schlimm ist das für die 700 oder 800 Mitarbeiter und ihre Familien", erklärte Wurz. Zum Thema USF1, das Interesse an ihm als Pilot bekundet hat, gebe es nichts Neues, sagte der Niederösterreicher.
(apa/red)
