Drei US-Touristen im Iran festgenommen:
Grenzüberschreitung aus Irak trotz Warnung
- Iranisches Fernsehen bestätigt deren "Einsickern"
- US-Botschaft in Bagdad untersucht Festnahme

Im Iran sind drei US-Bürger nach einem Grenzübertritt aus dem Irak festgenommen worden. Entsprechende Berichte der kurdischen Regionalregierung im Nordirak sind am Samstag vom staatlichen arabischsprachigen Teheraner Fernsehsender Al-Alam bestätigt worden. Die zwei Männer und eine Frau seien trotz Warnungen in der Ferienregion Ahmed Awa im irakischen Kurdengebiet unterwegs gewesen.
"Aus unterrichteter iranischer Quelle wurde bestätigt, dass drei Amerikaner festgenommen wurden, nachdem sie über die irakische Grenze eingesickert waren", berichtete der Fernsehsender. Zuvor hatte das staatliche iranische Fernsehen berichtet, dass im Grenzgebiet zum Irak drei US-Soldaten vermisst würden. Ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums betonte, dass in den Vorfall keine US-Streitkräfte verwickelt sein sollen.
Die drei Rucksacktouristen waren in der irakischen Ferienregion Ahmed Awa unterwegs. Sie näherten sich trotz Warnungen der iranischen Grenze. Am Abend informierten sie ihren im Hotel gebliebenen Freund telefonisch über die Festnahme durch iranische Grenzbeamte. Der Freund war erkrankt und deshalb nicht mit auf Klettertour gegangen. Eine Mitarbeiterin der US-Botschaft in Bagdad sagte, Informationen über eine Festnahme würden untersucht. (apa/red)
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