Feuersbrunst hält Südeuropa in Atem: Auf
Korsika wurden 2 Feuerwehrleute verhaftet
- Waldbrände in Spanien sind langsam unter Kontrolle
- Feuer bedroht griechische Hauptstadt Athen. Bilder!
Waldbrände halten weite Teile Südeuropas weiterhin in Atem. Während Hunderte Einsatzkräfte die Flammenzungen in Spanien einigermaßen unter Kontrolle bringen konnten, herrscht in Griechenland Alarmstimmung: Im Westen Athens drohen Feuer auf die Hauptstadt überzugreifen. Während Feuerwehrleute in vielen Ländern Europas unter Einsatz ihres Lebens gegen das Feuer kämpfen, machen ihre korsischen Kollegen ihrer Zunft weniger Ehre: Zwei Feuerwehrmänner wurden nach Verdacht auf Brandstiftung auf der Mittelmeerinsel festgenommen.
Eine Woche nach dem Ausbruch der Waldbrände in Spanien sind auf der iberischen Halbinsel die meisten Feuer unter Kontrolle. Nur ein Waldbrand in der Region Aragon im Nordosten loderte weiter. Ein anderes Feuer, das nahe Las Hurdes in der Region Extremadura zur Evakuierung mehrerer Dörfer mit mehr als 500 Einwohnern geführt hatte, war dagegen unter Kontrolle.
Mehr als 500 Feuerwehrleute waren weiter im Einsatz, um den Brand vollständig zu löschen. Die ersten Anrainer kehrten bereits wieder in ihre Häuser zurück. Ein Waldbrand im Nordosten des Landes, der in der vergangenen Woche fünf Feuerwehrleute das Leben gekostet hatte, wurde vollständig gelöscht. Bei anhaltend hohen Temperaturen galt jedoch weiterhin höchste Alarmstufe in drei Vierteln des Landes.
Bei einem Waldbrand nahe der Stadt Ávila kam ein Mann ums Leben. Eine Frau gilt als vermisst. Rund 200 Feuerwehrleute und 22 Löschflugzeuge versuchten, den Flammen Einhalt zu gebieten.
Die Waldbrände in Spanien zerstörten in den vergangenen zehn Tagen Schätzungen zufolge etwa 24.000 Hektar Land. Sechs Feuerwehrleute kamen ums Leben. Bei anhaltend hohen Temperaturen gilt weiterhin höchste Alarmstufe in drei Vierteln des Landes.
Athen von Feuersbrunst bedroht
Die Brände in Griechenland werden von Hitze und starkem Wind weiter angefacht. Wegen eines Feuers im Westen Athens musste die wichtigste Ringautobahn der Hauptstadt nahe Aspropyrgos geschlossen werden. Ein Verkehrschaos war die Folge. In der Region brennen herumliegender Müll, vertrocknetes Gras und Buschland. Auch in der Region Ano Liosia nördlich der Hauptstadt brach ein Feuer aus.
Man könne wegen des Rauchs weniger als 20 Meter weit sehen, berichteten Fernsehsender. Die dicken Rauchwolken waren von fast allen Stadtteilen Athens aus zu sehen. Die Feuerwehr setzte Löschflugzeuge und Hubschrauber ein, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Die Temperaturen waren in den vergangenen Tagen mehrfach auf bis zu 43 Grad gestiegen.
Korsen wegen Brandstiftung festgenommen
Zwei Feuerwehrmänner sollen auf Korsika einige der seit Tagen wütenden Wald- und Buschbrände gelegt haben. Die Polizei nahm die beiden Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr unter dem Verdacht der Brandstiftung fest, berichtete die Zeitung "Corse Matin" am Dienstag online. Einer der Männer habe inzwischen gestanden.
"Das ist ein schwerer Schlag für uns, wir kämpfen seit Tage gegen die Flammen", sagte Feuerwehrhauptmann Pierre Salinesi dem Radiosender RTL. "Wenn es unter uns Leute gibt, die nicht nach den Werten der Feuerwehr handeln, können wir das nicht akzeptieren."
Am Vortag waren zwei junge Viehzüchter wegen mutwilliger Brandstiftung auf der Mittelmeerinsel zu zwei Jahren beziehungsweise acht Monaten Haft verurteilt worden. Insgesamt wurden bisher acht mutmaßliche Brandstifter festgenommen. Die Flammen verwüsteten auf Korsika bisher etwa 6.000 Hektar Land. Einer der Brände bei Aullene im Süden der Insel ist noch immer nicht völlig unter Kontrolle.
(apa/red)
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