35 km Stau & 6 Stunden Wartezeit: Vor dem Tauerntunnel Nerven bewahren angesagt
- Autokolonne reicht bis zum Knoten Pongau zurück
- Auch auf Ausweichroute massive Behinderungen

Von den Autofahrerklubs prognostizierte Stausamstage auf der Salzburger Tauernautobahn treten jeden Sommer mit großer Verlässlichkeit ein: So auch heute zu Ferienbeginn in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Bereits um 7.00 Uhr stand vor dem Nordportal des Tauerntunnels eine 35 Kilometer lange Blechkolonne, wie der ÖAMTC mitteilte.
Bis zum Knoten Pongau (Abfahrt Bischofshofen) reichte der Stau zurück, der schon am Freitagnachmittag begonnen hatte. Gegen Mitternacht hatte sich zwar die Lage kurzfristig noch einmal beruhigt, aber schon in den frühen Morgenstunden rollte die Verkehrslawine Richtung Süden wieder und erneut musste die Blockabfertigung aktiviert werden. Sechs Stunden hatten die Sonnenhungrigen am Samstag in der Früh vor dem Tunnel auszuharren.
Im Lauf des Vormittags entschärfte sich die Situation etwas, um 10.00 Uhr begann der Rückstau laut Thaler vor dem Reittunnel und betrug somit "nur" mehr rund 30 Kilometer. Grund zur Entwarnung gab es aber noch nicht. Denn in Anger in Bayern war nach einem Lkw-Unfall die Spur Richtung Österreich gesperrt, so dass der Zustrom aus Deutschland lediglich unterbrochen war. Sobald dort die Unfallstelle wieder passierbar ist, dürfte die nächste Welle auf Salzburg zukommen, erwartet der Stauberater.
Auch auf der Ausweichroute über die ÖBB-Tauernschleuse zwischen Böckstein (Bad Gastein) und Mallnitz in Kärnten kam es zu massiven Behinderungen. Laut Polizei staute sich dort der Blechwurm vier Kilometer zurück, die Wartezeit betrug kurz vor 10.00 Uhr auch schon zweieinhalb Stunden.
(apa/red)
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