135 Österreicher haben die Schweinegrippe:
Urlaubsverkehr lässt Zahlen hochschnellen
- Alle Erkrankungen verliefen bisher in milder Form
- Weltweit fast 180.000 Erkrankungen - 1.127 Tote

·Schweinegrippe-Virus
verändert sich schnell
H1N1 verhält sich anders als gewöhnliche Viren
·Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was ist Schweinegrippe und wie ernst ist sie?
Vor etwas mehr als drei Monaten meldete Mexiko die ersten Fälle der neue A(H1N1)-Influenza, wenige Tage danach trat in Österreich die erste Schweinegrippe-Infektion auf. 153 Ansteckungen im Inland wurden seither registriert, 138 davon durch Urlauberreiseverkehr. Den bisherigen Höhepunkt an neuen bestätigten Fällen gab es mit 13 positiven Tests innerhalb eines Tages.
Von den seit April untersuchten 541 Patienten-Proben waren 388 negativ. Alle Erkrankungen verliefen mild, meist wurden die Patienten nach wenigen Tagen aus dem Spital entlassen bzw. teilweise auch zu Hause behandelt. Resistenzen gegen die antiviralen Medikamente wurden nicht beobachtet.
Bemerkbar machte sich die neue Grippe in Österreich vor allem aufgrund des sommerlichen Urlauberverkehrs, besonders nach Spanien. Bei den jüngsten 13 Infektionen waren ausnahmslos Reisende betroffen. Acht der jungen Männer und Frauen unter 40 Jahren kehrten aus Spanien heim, drei weitere hielten sich in Großbritannien, Brasilien und Malaysia auf, so das Gesundheitsministerium. In vier bis fünf Fällen gab es bisher Infektionen im Inland, kranke Heimkehrer steckten nur vereinzelt Menschen aus ihrer Umgebung an.
Weltweit schon fast 180.000 Erkrankungen
Verglichen mit anderen Staaten ist die Zahl der Fälle in Österreich eher gering. Das EU-Seuchenkontrollzentrum ECDC meldete aus der Schweiz bis Freitag beispielsweise 423 Erkrankungen. In der EU und der Europäischen Freihandelszone (EFTA) gab es seit April 24.021 Schweinegrippe-Fälle, die meisten davon in Großbritannien (11.159). Dort, in Spanien und Ungarn starben bisher 37 Patienten. In Belgien gab es am Donnerstag den ersten Todesfall. Einen starken Anstieg verzeichnete zuletzt Deutschland mit 879 Erkrankungen in 24 Stunden und einer Gesamtzahl von 5.324 Betroffenen. Weltweit nahm die Zahl der Ansteckungen zuletzt auf 177.650 zu, insgesamt gab es 1.127 Todesfälle. (apa/red)
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