Österreich steht vor Schweinegrippewelle:
Urlaubsrückkehrer haben Virus im Gepäck
- Britische Reisende sorgten bereits für Neuinfektionen
- Keine Entwarnung trotz milden Verlaufs der Grippe

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Österreich muss in den kommenden Wochen mit einer Schweinegrippe-Pandemie-Welle rechnen. Was in Großbritannien zuletzt stattgefunden habe, werde früher oder später auch in Österreich passieren, sagte der Generaldirektor für Öffentliche Gesundheit, Hubert Hrabcik. Auf den britischen Inseln stiegen die Infektionen in den Vergangenen Tagen sprunghaft an, 30 Patienten starben.
Die gute Nachricht: Der milde Verlauf der neuen A(H1N1)-Influenza, der laut Hrabcik derzeit "harmloser" ausfällt als eine gewöhnliche Grippe. "Womit man mit Sicherheit rechnen muss, ist das die Fallzahlen steigen - ob im August, September oder Oktober, das weiß keiner", betonte Hrabcik. Ähnlich wie in anderen Ländern bereits erfolgt, wird in Österreich derzeit die Umstellung von "Containment" auf "Mitigation" - von Eindämmungs- auf Behandlungs-Maßnahmen - vorbereitet.
Beim "Containment" wird jeder Einzelfall beobachtet, isoliert und im Labor getestet, um eine Verbreitung möglichst zu stoppen. Bei der Mitigation-Stufe werden die Einzel-Labortests reduziert und das Umfeld wird großflächiger in die Behandlung miteinbezogen.
Urlaubsrückkehrer als Gefahr
Einen großen Einfluss auf die derzeitige Situation haben nach wie vor Urlaubsrückkehrer, vor allem aus Spanien. "Das Thema wird uns begleiten, dass Reisende das Virus zurückbringen", so Hrabcik. "Wenn ich jetzt das Ende vergangener Woche und diese Woche vergleiche, hatten wir die Spitzen Freitag und Samstag." Genau dann, finde die Rückreise statt."
Wie sich der Erreger weiter verhalten dürfte, ist nach wie vor unklar: "Wir haben Anhaltspunkte, dass es sich verändern könnte", erklärte Hrabcik, der Ende August auf klarere Erkenntnisse hofft.
(apa/red)
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