Hoffnungsschimmer für Modehaus Christian Lacroix: Übernahmeangebot in Aussicht!
- Möglicher Investor zwei Monate nach Insolvenzantrag
- BKC: "Man kann diese Marke nicht sterben lassen"

Für das vom Untergang bedrohte Pariser Haute-Couture-Haus Christian Lacroix gibt es neue Hoffnung. Knapp zwei Monate nach dem Insolvenzantrag des Luxusmodeunternehmens hat sich ein möglicher Investor gemeldet. Die Beteiligungsgesellschaft Bernard Krief Consulting (BKC) will nach eigenen Angaben am kommenden Montag über eine Tochterfirma ein Übernahmeangebot beim zuständigen Pariser Handelsgericht einreichen.
"Christian Lacroix ist der größte zeitgenössische Modeschöpfer Frankreichs. Man kann diese Marke nicht sterben lassen", sagte BKC-Manager Louis Petiet der französischen Tageszeitung "Le Figaro". BKC werde seine Kompetenzen im Bereich Marketing und Vertrieb einbringen, um das Unternehmen wieder auf Trab zu bringen. Ziel sei es, den Umsatz in den kommenden fünf Jahren zu verfünffachen. "Das Genie von Christian Lacroix wird dabei sehr hilfreich sein", sagte Petiet.
Bewegte Geschichte von Lacroix
Christian Lacroix, der einst für Hermes arbeitete, hatte das Modehaus 1987 mit Hilfe des Milliardärs Bernard Arnault gegründet. Der Chef des Luxuswarenkonzern LVMH Moet Hennessy - Louis Vuitton pumpte jahrelang Geld in die Kreationen seines Freundes. LVMH bezog daraus Prestige. Aber der Konzern wollte nicht ständig draufzahlen und verkaufte das Modehaus 2005 an die Falic-Gruppe. Auch sie verdiente kein Geld mit Lacroix und reichte Ende Mai für das Modehaus einen Insolvenzantrag ein.
Bei der Show für die Herbst-Winter-Saison 2009/2010 hatten die meisten Mitwirkenden gratis gearbeitet, auch das Pariser Musee des Arts Decoratifs hatte seine Räume gratis zur Verfügung gestellt. Im Publikum flossen Tränen. Viele befürchteten, dass dies die letzte Show des traditionsreichen Couture-Hauses war.
Entscheidung Anfang September
Die Entscheidung, ob Bernard Krief Consulting über sein Tochterunternehmen DMC das Modehaus übernehmen darf, soll frühstens Anfang September fallen. Unklar ist auch, wie viele der 125 Arbeitsplätze gerettet werden würden. Zuletzt hatte BKC unter anderem den Automobilzulieferer Heuliez gekauft.
(apa/red)
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