Porsche noch mehr in Kreide als gedacht: Schuldenberg von 14 Mrd. Euro angehäuft
- Vor allem durch den Kauf von VW-Aktien auf Pump
- Familien Porsche und Piech künftig wenger Einfluss?

·Volkswagen jagt den
Porsche-Chef davon
50 Millionen Euro Ablöse
für Wendelin Wiedeking
·Ein Übernahmepoker
ist zu Ende gegangen
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und Familienbande
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der Porsches und Piechs
·Wendelin Wiedeking
bei Porsche abgesägt
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bei der Fusion mit VW
Die finanzielle Lage des Porsche-Konzerns ist offenbar dramatischer als bisher bekannt. Laut dem deutschen Nachrichtenmagazins "Focus" hat der Stuttgarter Autobauer einen Schuldenberg von rund 14 Mrd. Euro angehäuft, vor allem durch den Kauf von VW-Aktien auf Pump sowie den Rückgang im Autogeschäft. Porsche sprach bisher von einer Verschuldung in Höhe von neun bis zehn Mrd. Euro.
Wenn es nicht zu einer Einigung mit VW gekommen wäre, wäre Porsche in etwa zwei Wochen zahlungsunfähig gewesen, hieß es weiter. In den nächsten Tagen wollen VW-Experten laut "Focus" anfangen, alle Bilanzen und Berichte von Porsche sorgfältig zu prüfen. Erst danach entscheidet sich, wie hoch der Kaufpreis sein wird. VW will spätestens bis Jahresende 49,9 Prozent der Porsche AG übernehmen, den Rest im nächsten Jahr.
Unterdessen wurde bekannt, dass die Familien Porsche und Piech nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" im künftigen VW-Porsche-Konzern weniger Einfluss haben werden als bisher angenommen. Statt bei 50 Prozent werde ihr Anteil nur bei rund 40 Prozent liegen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Verhandlungskreise. Das Land Niedersachsen werde weiter gut 20 Prozent halten, das Emirat Katar mit bis zu 20 Prozent einsteigen. Daneben solle auch die Belegschaft mit bis zu fünf Prozent beteiligt werden. Eine entsprechende Grundlagenvereinbarung soll den Angaben zufolge noch in diesem Monat unterschriftsreif sein. Am 13. August soll der VW-Aufsichtsrat abschließend beraten.
(apa/red)

