Mittwoch, 2. September 2009

Von wegen heile Arbeitswelt in Österreich:
Hohe Unzufriedenheit bei den Beschäftigten

  • Arbeitsklima-Index: Bereits jeder Zehnte resigniert
  • Beschäftigte in vier Branchen besonders betroffen

Die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz ist in Österreich sehr hoch: Viele Beschäftigte glauben nicht, dass sich ihre Arbeitsbedingungen verbessern könnten. Jeder zehnte Arbeitnehmer hat bereits völlig resigniert. Das zeigt der jüngste Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich, der in Zusammenarbeit mit den Instituten IFES und SORA erstellt wurde. Besonders betroffen sind Beschäftigte im Fremdenverkehr, der Baubranche sowie im öffentlichen Dienst und in den Sozialversicherungen.

Resigniert haben laut Studie eher ältere Beschäftigte. Bei den unter 20-Jährigen haben zwar auch bereits sechs Prozent der Beschäftigten resigniert, ab dem Alter von 51 Jahren liegt der Wert aber bereits mehr als doppelt so hoch - und zwar bei 13 Prozent. Während beim Berufseinstieg der Wert des Resignationsindexes bei 57 Punkten liegt, so sind es bei einer Beschäftigungsdauer von 20 Jahren bereits 65 Punkte. Die Erwartungen an die berufliche Tätigkeit werden nach unten geschraubt, die Realität des Berufsalltags lässt kaum noch positive Motivation zu.

Das Sinken der Ansprüche an die Arbeitsbedingungen mit längerer Beschäftigungsdauer zeige sich besonders bei Angestellten und öffentlich Bediensteten, geht aus dem aktuellen Arbeitsklimaindex hervor. Beim Einstieg ins Berufsleben sind die Erwartungen an das Arbeitsleben noch kaum getrübt. Ein Höhepunkt der Resignation erfolgt bei Angestellten nach etwa 20 Jahren der Beschäftigung.

Die aktuellen Ergebnisse haben die bedenklichen Ergebnisse aus dem Jahr 2005 bestätigt, so der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich Johann Kalliauer: Jeder zehnte Arbeitnehmer habe die Hoffnung aufgegeben, dass sich seine Situation am Arbeitsplatz verbessern könne. Das sei nicht nur schlecht für die Betroffenen, sondern auch für die Unternehmen und die Wirtschaft insgesamt.

(apa/red)

2.9.2009 11:36
Vasant, 02. 09. '09 15:04
Wen wunderts?
Wenn man als Arbeitnehmer sieht, was am Ende des
Monats für Fleiß, Schweiß und Überstunden bzw. eine
erbrachte Leistung bleibt und man dann sieht, wie etwa
Politiker, Manager und Entscheidungsträger für absolute
Fehlwirtschaft abkassieren, dann wird bald der Fleißigste
aufgeben und sich zurücklehnen.

Das ganze System von wegen leistungsbezogener
Bezahlung usw. ist seit der Bekanntgabe diverser
Bonuszahlungen usw. den Bach runter und da es
jetzt genauso weiter geht wie vor der Krise und
wieder Leute abkassieren, die eigentlich nur ihren
Sessel mit deren Hintern putzen wird es auch nicht
besser!

Nun sollten sehr gute Politiker wirklich Zeichen setzen
und Änderungen bringen, aber leider gibt es nicht mal
mehr irgendwo gute Politiker!


Meine Meinung!