Mittwoch, 22. Juli 2009

Krankenhauskosten schnellen in die Höhe:
Spitäler kosten Republik bereits 9,7 Mrd. €

  • Ausgaben damit um Hälfte mehr als vor zehn Jahren
  • Hauptverband tritt mit Bundesländern nun in Dialog

Die Spitalskosten sind innerhalb von zehn Jahren um die Hälfte gestiegen. Wurden im Jahr 1997 noch 6,5 Milliarden Euro für die Krankenhäuser aufgewendet, so waren es 2007 bereits 9,7 Milliarden - eine Steigerung um 50,6 Prozent. Um diese Kosten ist es bei einem Treffen der Spitzen des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger mit Gesundheitsreferenten der Bundesländer gegangen.

Ziel des damit begonnenen Dialoges ist es, Maßnahmen für eine hohe Qualität im Gesundheitswesen bei effizientem Einsatz von Steuergeldern zu setzen. "Unsere Aufgabe heute war es zu fragen, was brauchen wir, um von einer einrichtungsorientierten zu einer patientenorientierten Versorgungsstruktur zu kommen", erklärte der Vorsitzende des Hauptverbands Hans Jörg Schelling im Anschluss an den kleinen Spitalsgipfel . "Wir haben eine dramatisch veränderte Wirtschaftssituation und werden eine dramatisch veränderte Beitragssituation haben", so Schelling.

Vernetzung verbesserungsfähig
Neben der Schaffung von Modellregionen soll auch eine bessere Vernetzung der niedergelassenen Ärzte mit dem Spitalsbereich erreicht werden. Dadurch würden Doppelbefundungen wegfallen, so die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely, die als Ländervertreterin am Gipfel teilgenommen hat. Dass die 15a-Vereinbarung vor 2013 aufgeschnürt wird, schloss sowohl Schelling als auch Wehsely aus. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bei einer Konferenz der Gesundheitsreferenten Themen abstimmen.

Die Sozialversicherungen zahlen einen Pauschalbetrag zur Finanzierung der Krankenhäuser, der je nach Beitragsaufkommen jährlich angepasst wird. Dem Vernehmen nach wird diese Steigerung für nächstes Jahr voraussichtlich etwa 3,5 Prozent betragen und damit deutlich niedriger ausfallen als die Erhöhung der Spitalskosten insgesamt. In den letzten Jahren ist deren Steigerungsrate jeweils deutlich über vier Prozent gelegen. Damit müssten die Länder als größte Spitalserhalter einen großen Teil der gestiegenen Spitalskosten übernehmen. (apa/red)

22.7.2009 16:17
antikapitalist, 22. 07. '09 12:36
das blöde volk
soll halt gesünder leben!so einfach ist das!!!