Noch keine Antwort im Poker um Porsche:
Entscheidung über VW kann sich verzögern
- Aufsichtsrat wird Einstieg von VW nicht abschließen
- Ministerpräsident Wulff drängt auf rasche Einigung

·Ein Übernahmepoker
ist zu Ende gegangen
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·Volkswagen lässt
Porsche auflaufen
Piech setzt sich mit Plan
für Großkonzern durch
·Macht Volkswagen
Rennen um Porsche?
VW-Patriarch Piech hat
offenbar die Nase vorne
Die endgültigen Antworten im Porsche-Krimi lassen noch auf sich warten. Nachdem der 23. Juli lange als Stichtag für eine Entscheidung über den Einstieg von Volkswagen galt, hat sich Porsche offenbar noch eine Galgenfrist erkämpft. Laut Medienberichten sollen die Aufsichtsräte der beiden Autobauer die Übernahme doch noch nicht diese Woche auf Schiene bringen. Eine Entscheidung soll erst bei einer weiteren Sitzung des Kontrollgremiums Ende Juli fallen. Sehr zum Missfallen der Politik: Niedersachsens Ministerpräsident Wulff will, dass baldige Klarheit herrscht.
In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" betonte der CDU-Politiker, alle für eine Entscheidung notwendigen Fakten lägen jetzt auf dem Tisch.
"Mein leidenschaftlicher Appell lautet: Lasst uns den Knoten durchschlagen, damit wir bei VW und Porsche endlich wieder die Konkurrenz ins Visier nehmen und uns ganz auf den Autobau konzentrierten können", sagte Wulff, der auch dem Aufsichtsrat von VW angehört. Bei einem Scheitern müssten beide Konzerne getrennte Wege gehen, drohte er: "Dann macht jeder sein eigenes Ding."
Wulff äußerte den Wunsch, dass in den Aufsichtsratssitzungen von Porsche und Volkswagen eine Grundsatzvereinbarung für einen integrierten Automobilkonzern eine breite Mehrheit bekommt. "Nach Verschmelzung gehört die Porsche AG dann ganz zur VW-Porsche AG", sagte Wulff. Dieses Unternehmen, an dem auch Katar einen Anteil von bis zu 20 Prozent hielte, habe gute Chancen, größter Autokonzern der Welt zu werden.
(apa/red)

