Zagreb gut in Schuss: Salzburgs Quali-
Gegner überzeugt zum Meisterschafts-Start
- 7:1-Heimsieg gegen Istra 1961 Pula in Kroatien
- Risikospiel: 10.000 Kroaten in Salzburg erwartet

Im krassen Gegensatz zu Red Bull Salzburg hat NK Dinamo Zagreb eine höchst erfolgreiche Generalprobe für das Drittrunden-Duell der Fußball-Champions-League-Qualifikation absolviert. Die Kroaten, die am Mittwoch in Salzburg gastieren, haben in der 1. Runde der Meisterschaft einen fulminanten 7:1-Heimtriumph gegen Istra 1961 Pula gefeiert.
Die Treffer des Salzburg-Gegners beim Schützenfest markierten Miroslav Slepicka (9.), Pedro Morales (16., 76.), Mario Mandzukic (30., 77.), Ilija Sivonjic (35.) und Milan Badelj (49.). Die Partie hatte nur 4.000 Fans in Zagreber Maksimir-Stadion gelockt.
Die Heimstätte von Dinamo entspricht offenbar nicht mehr den Vorstellungen des europäischen Fußball-Verbands UEFA, laut der kroatischen Tageszeitung "24 sata" könnte das Rückspiel gegen die Salzburger am 4. August die vorläufig letzte internationale Partie in diesem Stadion sein. In der Kritik stehen u.a. die Beschaffenheit der Sitzplätze sowie die Flutlichtanlage.
Rege Unterstützung
Für Mittwoch rechnen die Kroaten in der Red-Bull-Arena aber mit reger Unterstützung durch ihre Landsleute. Laut Dinamo-Vizepräsident Zdravko Mamic werden zwischen 5.000 und 10.000 Zagreb-Fans in Salzburg erwartet. Und das, obwohl Dinamo als Folge von schweren Fanausschreitungen im vergangenen Dezember offiziell keine Tickets zur Verfügung stehen.
Diese Tatsache könnte die Lage eher verschärfen als beruhigen. Denn die Dinamo-Fans könnten sich ihre Tickets über in Österreich lebende Landsleute organisieren und dadurch wäre der Anhang der Gäste über das gesamte Stadion verteilt und nicht in einem einzigen Gäste-Sektor vereint.
Gefürchtete "Bad Blue Boys"
Die Exekutive ist vor allem vor den sogenannten "Bad Blue Boys" gewarnt, sie sollen hauptverantwortlich für die schweren Ausschreitungen am 3. Dezember 2008 im Rahmen eines UEFA-Cup-Spiels in Udine gewesen sein. Rund um das 1:2 gegen die Italiener hatten kroatische Rowdys Autos demoliert, Raufereien angezettelt, in Geschäften Diebstähle begangen und im Stadion Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen. Die Polizei hatte damals 19 Personen angezeigt.
Neben dem Ticketverkaufsverbot für zwei Europacup-Auswärtsspiele waren weitere drastische Strafen für den Club seitens der UEFA die Folge gewesen. Dinamo musste sein nächstes Heimspiel im Europacup vor leeren Rängen austragen, dazu wurde eine Stadion-Sperre für eine weitere Partie auf Bewährung auf vier Jahre und eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt.
Laut Vizepräsident Mamic handle es sich bei den Problemfällen um 30 Hooligans, "die uns schaden wollen". Auch die Salzburger Fans zeigen reges Interesse an der Partie, bis Sonntag waren rund 10.000 Tickets verkauft.
(apa/red)
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