Rapid erfüllte Pflichtübung ohne Mühe:
"Unser klares Ziel ist die Gruppenphase"
- Schkodra in EL-Quali für Wiener nur Aufwärmgegner
- Trainer Peter Pacult: "APOP wird sicher stärker sein"

·Lockerer Auswärts-
trip für Rapid Wien
Hütteldorfer siegen bei Vllaznia Schkodra mit 3:0
·UEFA Europa-League:
Auslosung 2009/2010
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Rapid Wien ist in die dritte Qualifikationsrunde zur Europa League wahrlich spaziert. Die Hütteldorfer betrieben nach dem 5:0 im Hanappi-Stadion im Rückspiel in Albanien gegen Vllaznia Schkodra wenig Aufwand und gewannen dennoch völlig souverän 3:0 (3:0). "Wir haben die Pflicht erfüllt, der erste Schritt ist gemacht. Jetzt beginnt die Saison aber erst richtig", sagte Rapid-Coach Peter Pacult.
Wie schon in Wien hatten die Albaner fast ausschließlich auf Defensive gesetzt, doch neuerlich hielt die schwache Mannschaft von Coach Hasan Lika die Partie vom Ergebnis her nur bis Mitte der zweiten Hälfte offen. Steffen Hofmann mit einem Doppelpack (66., 93.) sowie der eingewechselte Stefan Maierhofer (76.) sorgten für die Entscheidung zugunsten des klar besseren Teams. Im Hinspiel hatte Nikica Jelavic erst in der 68. Minute mit dem Treffer zum 2:0 Rapids Kantersieg eingeleitet. "Wichtig war das Hinspiel, deshalb mussten wir nicht mehr so viel Aufwand betreiben", analysierte Pacult. "Wir haben den Ball laufen lassen, sind gut gestanden und haben ein gutes Ergebnis geholt", fügte der Rapid-Coach hinzu.
Pacult hatte aufgrund des komfortablen Vorsprungs im Loro-Borici-Stadion nur Erwin Hoffer als Solospitze aufgeboten, dafür durfte sich der junge Christopher Trimmel als zusätzlicher Mittelfeldspieler auf der rechten Außenbahn in Szene setzen. "Das war eine neue Variante, weil wir das Spiel auf uns zukommen lassen konnten", meinte der Rapid-Trainer.
Zufriedener Hofmann
Doppeltorschütze Hofmann war nach der Pflichterfüllung zufrieden. "Wir wollten gewinnen, das haben wir geschafft. Es war vom Spiel her nicht viel anders als in Wien, wir haben geduldig gespielt und sind völlig verdient aufgestiegen", resümierte der Rapid-Spielgestalter. Für die Hütteldorfer war der Auftritt des albanischen Vizemeisters überraschend, zumal sie ihn offensiver erwartet hatten. "Aber er ist wieder nur hinten drinnen gestanden und hat es nicht geschafft Druck aufzubauen", sagte Hofmann.
Wie schon gegen Teuta Durres im August 2000 (2:0 und 4:0 in der UEFA-Cup-Qualifikation) blieben die Hütteldorfer neuerlich in einem Europacup-Duell mit einem albanischen Team ohne Gegentreffer. In bisher acht Europacup-Vergleichen ist der ÖFB-Vertreter stets aufgestiegen.
In der 3. Quali-Runde bekommt es Österreichs Vizemeister in Nikosia mit APOP Kinyras Peyias zu tun. "APOP wird sicher stärker sein, ist zypriotischer Cupsieger. Das sagt schon einiges", hat der 49-jährige Pacult durchaus Respekt vor dem Gegner. Trotzdem gehen die Wiener, die nach dem Vorjahres-Out in der Champions-League-Qualifikation gegen Anorthosis Famagusta gewarnt sind, gegen den Tabellensiebenten der abgelaufenen Meisterschaft als Favorit ins Spiel.
Die Meisterschaft in Zypern beginnt erst Ende August, während die Wiener schon am Sonntag auswärts gegen den SV Mattersburg ihr Liga-Auftaktspiel bestreiten. "Jetzt geht es für uns wirklich los, wir müssen uns an den Rhythmus mit zwei Spielen in einer Woche gewöhnen", sagte Sportdirektor Alfred Hörtnagl, der ebenfalls eine schwerere Aufgabe als in der 2. Runde erwartet. Man schaue grundsätzlich von Spiel zu Spiel, "aber unser klares Ziel ist die Gruppenphase", ergänzte der 42-jährige Tiroler.
(apa/red)
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