Sonntag, 26. Juli 2009

FIA schließt Renault von Valencia-GP aus: Wegen Reifen-Vorfalls beim Ungarn-Rennen

  • Briatores Team soll grob fahrlässig gehandelt haben
  • Französischer Rennstall kündigt eine Berufung an

Der Formel-1-Grand-Prix von Europa am 23. August in Valencia soll ohne Renault-Piloten in Szene gehen. Das französische Team wurde von den Renn-Stewards in Ungarn mit dem Ausschluss aus dem nächsten WM-Lauf bestraft, weil beim ersten Boxen-Stopp am Boliden des Spaniers Fernando Alonso der rechte Vorderreifen schlampig montiert worden war. Dieser Pneu hatte sich dann wenig später in Runde 13 vom Auto gelöst und war über die Strecke geflogen.

Die Rennkommissare bestraften Renault deswegen so hart, weil das Team den schlecht montierten Reifen zwar bemerkt, aber den Piloten nicht informiert hatte. Erst in der Vorwoche war der erst 18-jährige Formel-2-Pilot Henry Surtees, Sohn des früheren britischen Motorrad-und Formel-1-Weltmeisters John Surtees, in Brands Hatch von einem herumfliegenden Reifen getroffen und getötet worden. Renault hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.

Die Kommissare waren nach der Auswertung von Video- und Funk-Mitschnitten sowie zwei Treffen mit Renault-Teammanager Steve Nielsen der Ansicht, dass der Rennstall grob fahrlässig gehandelt hatte. Laut einer Mitteilung des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) habe Renault Alonso nach dem ersten Boxenstopp losfahren lassen, obwohl man gewusst habe, dass die Radmutterbefestigung nicht richtig festgeschraubt war und nicht verhindert, dass er die Boxengasse verlässt.

(apa/red)

26.7.2009 20:09
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