Montag, 27. Juli 2009

Sarkozy verlässt das Krankenhaus: Beim nächsten Ministerrat schon wieder dabei

  • Vertrauter: "Er meckert herum, alles ist bestens"
  • Wurde nach Schwächeanfall beim Joggen eingeliefert

Nach seinem Schwächeanfall hat Frankreichs Staatschef Sarkozy das Krankenhaus wieder verlassen. Der Präsident kam zu Fuß und mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus der Klinik und stieg in ein Auto, berichtete der Nachrichtensender iTele. Der Staatschef hatte am Sonntag beim Joggen einen Schwächeanfall erlitten. Am Mittwoch will Sarkozy beim letzten Ministerrat vor der Sommerpause teilnehmen

Sarkozy war nach dem Vorfall sofort in die Militärklinik Val-de-Grace in Paris geflogen worden. Dort wurde er von einem Ärzteteam gründlich untersucht und die Nacht über beobachtet. Die ersten Untersuchungen hätten keine Auffälligkeiten ergeben, hieß es aus dem Präsidentenpalast. Laut Elysee wurde er "nach 45 Minuten intensiven physischen Trainings" Opfer des Schwächeanfalls. Dieser sei nicht von einem Bewusstseinsverlust begleitet worden. "Es geht ihm gut, er hat Hunger, er meckert herum, alles ist bestens", sagte Patrick Balkany, ein Vertrauter des Präsidenten, am Sonntagabend.

Konjunkturminister Patrick Devedjian, der zum engsten Kreis des Präsidenten zählt, bestätigte nicht die Diagnose einer mit einer Ohnmacht verbundenen Kreislaufstörung ("Vasovagale Synkope"), von der Balkany am Sonntag gesprochen hatte. "Ich kenne die Art dieser Krise nicht, aber wenn ich die Mitteilungen lese und den Ärzten zuhöre, erscheint mir das nicht schlimm", betonte der Konjunkturminister und fügte hinzu, dass es sich um ein Unwohlsein gehandelt habe, "wie jeder eines haben kann". "Alle wissen, dass der Präsident wegen Kontrollen im Krankenhaus geblieben ist, das ist normal nach einem Schwächeanfall", so Devedjian.

Nach Angaben des Präsidentenpalastes empfing Sarkozy bereits am Sonntag wieder enge Mitarbeiter, um sich am Krankenbett über das Weltgeschehen informieren zu lassen. Auch seine Frau, Sängerin und Ex-Model Carla Bruni, eilte in die Klinik, um an der Seite ihres Mannes zu sein.

(apa/red)

27.7.2009 16:20
Ferdiburli, 26. 07. '09 21:18
Lieber Monsieur le président!
Zwei conseils: Ne pas zu viel Sex et manger régulièrement.