Wie zu Zeiten von Saddams Diktatur: Irak führt Zensur beim Import von Büchern ein
- Verboten: "Werke, die zum religösen Hass anstiften"
- Kritiker: Ende der Gedanken- und Meinungsfreiheit

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Der Irak macht den Import von Büchern wieder genehmigungspflichtig. Verleger müssten dem Kultusministeriums künftig die Titel der Bücher vorlegen, die sie einführen wollten, sagte der stellvertretende Kulturminister Taher al-Humud. Er räumte ein, die Bestimmungen beruhten auf einem Gesetz aus der Zeit von Diktator Saddam Hussein.
Mit den neuen Richtlinien soll al-Humud zufolge verhindert werden, dass Bücher, die zum Krieg zwischen Glaubensrichtungen aufrufen, ins Land kommen. "Alle Bücher sind erlaubt. Ausgenommen sind Werke, die zum religiösen Hass anstiften", sagte der Vizeminister.
Kritiker warfen der Regierung eine Rückkehr zu totalitären Methoden vor. "Die Einführung dieser Zensur bedeutet das Ende der Gedanken- und Meinungsfreiheit", bemängelte die Gesellschaft zur Verteidigung der Pressefreiheit. Während der Herrschaft Saddams war die Zensur an der Tagesordnung. In den Medien dominierte die staatliche Propaganda, in der die Herrschenden glorifiziert und Länder wie die USA oder der Iran dämonisiert wurden.
Die irakische Verfassung von 2005 garantiert die Presse- und Veröffentlichungsfreiheit. Davon ausgenommen sind Werke, "die die öffentliche Ordnung oder Moral verletzen".
(apa/red)
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