Freitag, 24. Juli 2009

So bedeutend wie die Mondlandung: Obama legt Augenmerk auf US-Gesundheitsreform

  • Verschiebung der Abstimmung "ist in Ordnung"
  • Verlässliche Krankenversicherung für alle Amerikaner

US-Präsident Barack Obama hat die geplante Gesundheitsreform in eine Linie mit der Mondlandung vor 40 Jahren gestellt. Es habe Zeiten gegeben, in denen die Menschen gesagt hätten: "Ach, das ist albern, das ist unmöglich", sagte Obama im Hinblick auf das damals von der NASA geplante Projekt. Sein Einsatz für die Gesundheitsreform hatte zuvor einen Rückschlag erlitten: Der Kongress in Washington verschob seine Abstimmung darüber auf die Zeit nach der parlamentarischen Sommerpause.

Diese Entscheidung "ist in Ordnung", sagte Obama bei einer Bürgerversammlung im US-Staat Ohio. "Ich will nur, dass die Leute daran arbeiten." Obama wollte noch mit dem Fraktionsvorsitzenden der Demokraten im Senat, Harry Reid, und dem Vorsitzenden des Finanzausschusses im Senat, Max Baucus, zu Gesprächen über das geplante Gesetz zusammentreffen.

Reid hatte mitgeteilt, die Abstimmung werde auf frühestens September verschoben. Der Finanzausschuss des Senats werde aber weiterhin an seinem Teil des Gesetzes arbeiten.

Mit der Reform sollen laut Obama Kosten reduziert, die Wahlmöglichkeiten vergrößert und eine verlässliche Krankenversicherung für alle US-Amerikaner geschaffen werden. Der Präsident hat die Gesundheitsreform im vergangenen Jahr zu einem der wichtigsten Themen seines Wahlkampfes gemacht. Auch in der Bevölkerung sind allerdings Zweifel an dem Vorhaben gewachsen.
(apa/red)

24.7.2009 09:05