'Waghalsiges' Symbol in Honduras-Krise: Zelaya setzt Fuß über Grenze - und zurück
- Clinton kritisierte dieses Vorgehen als gefährlich
- Präsident: 'Habe keine Angst, bin auch nicht verrückt'
·CNN-VIDEO: Zelaya überschritt Grenze
Massen umringen den gestürzten Präsidenten
·Eines der ärmsten Länder Südamerikas
Honduras: 80 Prozent leben in bitterer Armut
·Honduras: Staats- krise spitzt sich zu
Verhandlungen stecken in einer neuen Sackgasse

Der gestürzte honduranische Präsident Zelaya hat am Freitag symbolisch einen Fuß auf den Boden seines Heimatlandes gesetzt. Zelaya übertrat in der nicaraguanischen Kleinstadt Las Manos die Grenze, kehrte aber umgehend auf die nicaraguanische Seite zurück, um einer drohenden Verhaftung aus dem Weg zu gehen. Am Samstag kehrte er noch einmal zur Grenze zurück, überschritt diese aber nicht.
Zelaya begründete seine Rückkehr nach Nicaragua damit, den Gesprächen zur Beilegung der Staatskrise eine Chance geben zu wollen. "Ich habe keine Angst, aber ich bin auch nicht verrückt", sagte der linksgerichtete Politiker. Hätte er darauf bestanden weiterzugehen, hätte ein Blutbad die Folge sein können. Das habe er vermeiden wollen.
Ein Anhänger des gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya wurde nahe der Grenze zu Nicaragua tot aufgefunden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten aus El Paraiso, dass es sich bei dem Toten um einen etwa 25-jährigen Mann handelte, der Spuren von Schlägen aufwies. El Paraiso liegt etwa zehn Kilometer vom Grenzort Las Manos entfernt.
Für den Tod des jungen Mannes sei die honduranische Polizei verantwortlich, sagten die Anhänger des gestürzten Präsidenten. Augenzeugen wollen beobachtet haben, wie der Mann am Freitag von der Polizei festgenommen wurde. In der Grenzregion herrscht eine Ausgangssperre. Sicherheitskräfte blockierten Straßen, um Zelayas Anhänger von dem Grenzübergang Las Manos fernzuhalten.
Zelaya wurde am 28. Juni von politischen Gegnern unter Mitwirkung der Streitkräfte gestürzt, nachdem er trotz einer gegenteiligen Entscheidung des Höchstgerichts eine Volksabstimmung über Verfassungsänderungen ansetzen wollte. Zelaya hatte bereits am 5. Juli versucht, nach Honduras zurückzukehren, doch blockierten die Streitkräfte vor der Landung seines Flugzeugs die Landebahn auf dem Flughafen der Hauptstadt Tegucigalpa.
(apa/red)
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