Donnerstag, 23. Juli 2009

Der Strahlemann sorgt für besseres Image:
USA seit Obamas Amtszeit wieder beliebter

  • Umfrage: Verbesserung vor allem in Westeuropa
  • Nur in Israel verschlechterte sich das US-Image

Das Image der USA hat sich seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama im Jänner in weiten Teilen der Welt deutlich verbessert. Insgesamt halten vor allem die Westeuropäer jetzt wieder viel mehr von den USA als Nation und vom amerikanischen Volk, heißt es in einer in Washington veröffentlichten Umfrage des Pew Research Center.

Dabei gab es die größten Sympathiezuwächse für die USA in Frankreich und Deutschland, zwei Ländern, in denen sich das Image der führenden Weltmacht während der acht Jahre unter Präsident George W. Bush rapide verschlechtert hatte. Der Erhebung zufolge haben jetzt 70 Prozent der Franzosen und 64 Prozent der Deutschen eine gute Meinung von den Vereinigten Staaten - ein je 33-prozentige Zunahme im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Obama genießt demnach in Deutschland auch erheblich größeres Vertrauen bei der Bewältigung von Weltangelegenheiten als Bundeskanzlerin Angela Merkel. 93 Prozent der befragten Deutschen trauten Obama zu, in der Außenpolitik die richtigen Entscheidungen zu treffen. Bei seinem Vorgänger Bush lag dieser Wert nur bei 14 Prozent. Ähnlich wie Merkel geht es daheim auch dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Keine Befragung in Österreich
Die Sympathiewerte schnellten auch in Großbritannien und Spanien nach oben. Zuletzt hatten die USA in Westeuropa vor Amtsantritt von Bush 2001 ein dermaßen positives Image. In Russland hingegen blieb der Zustimmungswert mit 44 Prozent im Vergleich zu 2008 (41 Prozent) relativ konstant. Befragt wurden zwischen Mitte Mai und Mitte Juni 27.000 Menschen in 24 Ländern und in den palästinensischen Autonomiegebieten. Österreich war nicht darunter.

Auch in der muslimischen Nation Indonesien, wo Obama einen Teil seiner Kindheit verbrachte, bewerteten 63 Prozent die USA positiv - 2008 waren es nur 37 Prozent. In anderen Teilen der muslimischen Welt, so Ägypten, Jordanien und dem Libanon, verbesserte sich das Bild der USA mäßig. Auch in den Palästinensergebieten gab es einen Zuwachs um zwei Prozent, aber mit 15 Prozent blieb die Zahl der Einwohner mit einer guten Meinung von den USA weiter niedrig, ebenso in Pakistan mit 16 Prozent.

Negativtrend nur in Israel
Israel war der Umfrage zufolge das einzige Land, in dem sich das US-Image deutlich verschlechterte - offensichtlich angesichts einer wachsenden Skepsis gegenüber Obamas Nahost-Friedensplänen und der Bereitschaft des Präsidenten zum Dialog mit dem Iran. Hatten im vergangenen Jahr noch 78 Prozent eine gute Meinung von den USA, sind es nun 71 Prozent.


(apa/red)

23.7.2009 21:04
Ulf01, 24. 07. '09 08:53
Israelische Skepsis
Absolut logisch, dass es in Israel nicht gut ankommt wenn jetzt sogar das letzte Land, das auf beiden Augen blind war wenn es um die israelischen Verbrechen ging langsam zu zwinkern anfängt.