Operiert die Hisbollah bereits in Venezuela?
Israel sieht libanesische "Zellen" in Amerika
- Chavez-Regierung weist Vorwürfe als grotesk zurück
- Israelischer Außenminister ist auf Südamerika-Tour

·Finanzieller Druck auf Israels Regierung
Kürzen die Amerikaner Kredite in Millionenhöhe?
·Deutliche Abkühlung zwischen Israel & USA
Netanyahu trotzt der US-
Sicht im Siedlungsstreit
·Israel: Säbelrasseln in Richtung Teheran
Angriff "innerhalb dieses Jahres" ist realistisch
·Netanyahu: "Zwei
Staaten für 2 Völker"
Israels Premier kann sich
Staat Palästina vorstellen
Israel hat Venezuela beschuldigt, auf seinem Territorium "Zellen" der libanesischen Schiitenorganisation Hisbollah in iranischen Diensten operieren zu lassen. Diesbezügliche Aussagen der Lateinamerika-Direktorin im israelischen Außenministerium, Dora Shavit, gegenüber der kolumbianischen Zeitung "El Tiempo" sind von der venezolanischen Regierung als "grotesk" zurückgewiesen worden. "Nur ein Regime wie das Tel Aviver, dessen ganze Geschichte mit dem Blut Unschuldiger geschrieben ist, kann die Frechheit besitzen, einer friedliebenden Regierung wie der venezolanischen Abscheulichkeiten vorwerfen, die es selbst Tag für Tag anrichtet", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Caracas.
Aus Protest gegen die israelische Gaza-Offensive zu Jahresbeginn hatten Venezuela und Bolivien die diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen und gefordert, dass sich die israelischen Führer vor dem Internationalen Strafgerichtshof für "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" verantworten müssten. Venezuelas Präsident Hugo Chavez hatte Israel einen "Mörderstaat" genannt und vollwertige diplomatische Beziehungen zum "Staat Palästina" hergestellt. Israel hatte seinerseits Venezuela und Bolivien vorgeworfen, den Iran bei seinem Atomprogramm zu unterstützen und Teheran Uran zur Verfügung zu stellen.
Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat in Brasilien eine Südamerika-Reise begonnen. Interpol hatte im Zusammenhang mit einem Terroranschlag in Argentinien im Jahr 1994 fünf Iraner, darunter den Politiker und Ex-Geheimdienstminister Ali Fallahian, auf die Fahndungsliste gesetzt. Bei dem Anschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires waren 85 Menschen getötet und 200 weitere verletzt worden. Teheran hatte jegliche Verwicklung bestritten.
(apa/red)
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