Informationsleck gefunden & geschlossen: Gibt angeblich keine Datenweitergabe mehr
- Abwehramts-Chef: Undichte Stellen "auszuschließen"
- Gegen Zusammenlegung der drei Geheimdienste

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Die Weitergabe geheimer Daten aus dem Heeres-Abwehramt (HAA) ist nach Angaben seines Chefs Wolfgang Schneider gestoppt. Schneider erklärt, dass er undichte Stellen im Heeres-Abwehramt "seit dem vergangenen Jahr weitgehende ausschließen" könne. "Denn wir haben das Informationsleck gefunden und geschlossen." Dass angeblich Informationen aus dem HAA an die FPÖ geflossen sind, wird auch den eingesetzten parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigen.
Der Chef des militärischen Inlandsnachrichtendienstes bestätigt auch, dass es in seiner Behörde interne Intrigen und Auseinandersetzungen gegeben habe. "Irrationale Konflikte und Abschottungen zwischen Abteilungen behinderten die Arbeit. Das ist jetzt vorbei", so Schneider im einem Interview mit der Tageszeitung "Krone".
Forderungen nach einer Zusammenlegung der drei Geheimdienste weist Schneider als "Populismus" zurück. "Ein Superdienst wäre ein unbeherrschbarer Moloch."
Als Herausforderung für die Zukunft nennt der HAA-Chef die Informations- und Kommunikationstechnologie. "Eine Cyber-Attacke könnte bei uns die gesamte Strom- und Wasserversorgung lahmlegen, warnt Schneider. "Wie verletzlich wir sind, sah man ja erst vor kurzem bei der Bankomat-Katastrophe."
(apa/red)
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