Mittwoch, 22. Juli 2009

Drei Unfälle erschüttern Oberösterreich:
Fünf Männer sterben bei Verkehrsunglücken

  • Ried, Schärding und Ebensee erlebten Tragödien
  • Überhöhte Geschwindigkeit & Fahrbahnverletzungen

Insgesamt fünf Tote haben drei Verkehrsunfälle innerhalb von nicht einmal acht Stunden in Oberösterreich gefordert. Das geht aus Presseaussendungen der Sicherheitsdirektion Oberösterreich und der eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren am Mittwoch hervor. Einer ereignete sich aus Unachtsamkeit, zwei wegen überhöhter Geschwindigkeit.

Der erste Unfall hat sich am Dienstag um 16.00 Uhr in Waldzell im Bezirk Ried im Innkreis ereignet. Dort wollte ein 38-Jähriger mit seinem Traktor auf der Straße von Ried nach Lohnsburg nach links in einen Güterweg abbiegen. Dabei übersah er einen entgegenkommenden, von einem 53-Jährigen gelenkten Pkw und stieß frontal mit diesem zusammen. Der Pkw-Lenker wurde dabei getötet, der Traktorfahrer blieb unverletzt.

In Andorf im Bezirk Schärding kam um 22.15 Uhr ein 19-Jähriger mit seinem Wagen vermutlich mit überhöhter Geschwindigkeit am Ende einer Rechtskurve auf das rechte Bankett. Er verriss sein Fahrzeug nach links und geriet schon querstehend auf die Gegenfahrbahn. Ein 26-Jähriger, der dort mit seinem Pkw dem schleudernden Fahrzeug entgegenkam, konnte nicht mehr ausweichen. Er stieß frontal gegen das Auto des 19-Jährigen. Dieser und sein 18-jähriger Beifahrer starben noch an der Unfallstelle. Der 26-Jährige wurde schwer verletzt in das Landeskrankenhaus Schärding eingeliefert. Drei Feuerwehren aus Andorf mit 60 Mann waren für die Rettungs- und Aufräumungsarbeiten im Einsatz.

Feuerwehr musste Körper aus Auto schneiden
In Ebensee im Bezirk Gmunden ist gegen 23.40 Uhr ein Pkw-Lenker auf einer geraden Strecke mit überhöhter Geschwindigkeit, aber aus ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen flog in ein angrenzendes Waldstück. Die beiden Insassen wurden bei dem Aufprall getötet. Die Helfer der drei ausgerückten Freiwilligen Feuerwehren aus Ebensee, Langwies und Bad Ischl mussten die Leichen mit hydraulischen Rettungsgeräten aus dem total demolierten Auto schneiden. Für die Bergung des Fahrzeuges war ein Kran notwendig. Die Salzkammergutbundesstraße (B145) war währenddessen bis Mittwoch, 2.00 Uhr, gesperrt. Die Identitätsfeststellung der Todesopfer war am Vormittag noch im Gange.

Der Verkehrsreferent der Landesregierung, LHStv. Erich Haider kündigte in einer Reaktion auf die Unfallserie eine verstärkte und rigorose Tempoüberwachung mit allen verfügbaren Kräften an. Zusätzlich forderte aber auch Verantwortungsbewusstsein der der Autolenker ein.
(apa/red)

22.7.2009 12:42
Wilfried1931, 22. 07. '09 15:14
Zeit wäre es
rücksichtslose und unachtsame Autofahrer vermehrt zur Kasse zu bitten, nur eine schmerzhafte Strafe bringt vielelicht Einsicht und rettet andere, statt dessen wird meist an Stellen von Strassen gemessen die kaum Gefahr bergen jedoch gutes Geld bringen, wie 75 statt 70 oder 34 statt 30 km/h, vielleicht begreifen die Verantwortlichn mal wo wirklich bestraft werden soll