Mittwoch, 26. August 2009

"Absurde und ganz gemeine Unwahrheiten":
Strache leugnet kasachische Einflussnahme

  • FP-Chef verneint Verwicklungen in die Spitzelaffäre
  • Partei soll keine Kontakte zu Kasachen gehabt haben
    Grüne fordern Rücktritt von Vorsitzendem Bartenstein

"Absurde, ganz gemeine Unwahrheiten" sieht FPÖ-Chef Strache erwartungsgemäß in den Beschuldigungen gegen freiheitliche Politiker im Zusammenhang mit Einflussnahmen des kasachischen Geheimdienstes. In der "ZiB24" im ORF erklärte er - auf Aufforderung des Moderators -, dass die FPÖ mit der Spitzelaffäre nichts zu tun habe, "das schwöre ich beim Augenlicht meiner Kinder". Auch der ehemalige Innenminister Karl Blecha soll in die Angelegenheit verwicklet gewesen sein. Er bestreitet die Vorwürfe vehement.

Kein FPÖ-Abgeordneter habe "irgendeinen Kontakt zu einem Kasachen gehabt, kein Abgeordneter hat irgendwie in dieser Frage ein Geld oder etwas Unrechtes genommen." Noch vor Beginn des entsprechenden Untersuchungsausschusses erwiesen ist für Strache dagegen, "dass es Grüne Abgeordnete gibt, die Polizisten beauftragt haben, politische Mitbewerber auszuspionieren" und "dass SPÖ-Politiker, aber offenbar auch Polizeibeamte offenbar für Geheimdienste per Geld auch tätig gewesen sind."

"Absurde Gerüchte"
Bezüglich einschlägiger Verwicklungen der FPÖ, namentlich von FPÖ-Generalsekretär Vilimsky "gibt es ja nur Gerüchte - und zwar sehr absurde Gerüchte", meinte Strache. Bei den umstrittenen parlamentarischen Anfragen habe es sich um einen völlig rechtskonformer Vorgang gehandelt, bekräftigte der FPÖ-Chef: "Wir haben Journalisten, die uns informieren und die Informationen, die wir bekommen, von Journalisten, von Bürgern, von Personen des öffentlichen Lebens, denen gehen wir nach und dann stellen wir Anfragen."

Auch Karl Blecha wehrt sich gegen die Vorwürfe, in die Spitzelaffäre rund um den kasachischen Geheimdienst involviert zu sein. Zwar habe er durch den früheren SP-Wehrsprecher und Vorsitzenden der Bundesheer-Beschwerdekommission, Anton Gaal, Kontakt zu dem getarnten kasachischen Geheimdienstmitarbeiter Ildar A. gehabt, erklärt Blecha. Er sei aber den "korrektesten Weg" gegangen und habe mit Spionage nichts zu tun.

(apa/red)

26.8.2009 11:52
chaneu, 05. 08. '09 12:06
irgendein nazi
hat ja im sogenannten endkrieg seine frau beauftragt seine eigenen kinder zu vergiften, was dies dann ja auch tat. scheint methode bei den nazis zu haben, die eigenen kinder zuerst zu opfern, für die eigenen taten und verantwortlichkeiten....

naja aber ein fescher bua is a trotzdem,
sidestep, 22. 08. '09 11:49
Re: irgendein nazi
Nur zur Information: Das war der Goebbels, der seine sechs Kinder von der eigenen frau vergiften ließ!
sidestep, 22. 07. '09 08:03
Sehr geehrter Herr Strache!
Sie gehen sehr verantwortungslos mit dem Augenlicht Ihrer Kinder um. Können Sie wirklich für jeden Ihrer Leute die Hand ins Feuer legen und das Augenlicht Ihrer Kinder aufs Spiel setzen? Abgesehen davon, dass es ohnehin pietätlos ist, mit dem Augenlicht der eigenen Kinder zu spielen nur damit man glaubhaft wirken kann!
Sensor, 22. 07. '09 13:31
Re: Sehr geehrter Herr Strache!
Zu Sidestep: Völlig richtig! Warum setzt der tapfere Kämpfer in das Spiel nicht sein eigenes Augenlicht ein (wenigstens das vom rechten Auge), oder legt im Bedarfsfalle die rechte Hand ins Feuer oder nimmt Gift drauf oder beißt sich die Zunge ab? Warum sollen immer andere das Risiko tragen?