Mittwoch, 29. Juli 2009

Rekordgage in der Krise: Markus R. Leeb über die lockeren Porsche-Millionen

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Der Porsche-Familienkrieg, der um nichts Geringeres als Europas größten Autobauer Volkswagen geführt wurde, ist entschieden. VW, künftig mehrheitlich im Besitz des Clans der Porsches und Piëchs, übernimmt Porsche. Weit mehr als dass eine österreichische Familie den bald weltgrößten Autokonzern kontrolliert, erregt aber ein anderes Detail die Gemüter auch hierzulande: Porsche-Boss Wendelin Wiedeking, der abdanken musste, bekommt seinen Abschied mit 50 Millionen Euro versüßt. Bereits im vergangenen Jahr hat er mit seiner Rekordgage von 80 Millionen Euro als bestbezahlter Manager Deutschlands für Aufsehen gesorgt. Wiedeking als gierigen Manager an den Pranger zu stellen wäre aber falsch. Vertraglich standen dem Porsche-Sanierer nämlich 0,9 Prozent des Firmengewinns als Bonus zu. Was bedeutet: Die Porsche AG, deren Stammaktien der Familienclan hält, hat im vergangenen Jahr 8,6 Milliarden Euro Gewinn geschrieben. Den Großteil davon verdankt Porsche seiner Beteiligung an VW. Jenem VW-Konzern, der alleine heuer im Februar 61.000 Mitarbeiter auf Kurzarbeit geschickt hat. Auch wenn es die Porsche-Belegschaft ihrem Exboss nicht neidet: Rekordgagen bzw. Milliardengewinne für wenige schüren die soziale Unruhe. In Krisenzeiten ist das brandgefährlich.

29.7.2009 13:21