Freitag, 17. Juli 2009

Alles neu bei den Austrian Music Awards: Hinterseer nominiert - Christl Stürmer nicht!

  • Madonna, Lada Gaga & Co. heuer völlig chancenlos
  • Fokus liegt ausschließlich auf österreichischer Musik

Am 10. September geht die Verleihung des Austrian Music Awards (kurz: Amadeus) bereits zum zehnten Mal über die Bühne. Und wie das bei Jubiläen so der Brauch ist, hat man sich diesmal einiges einfallen lassen und viel überarbeitet bei der der größten (und einzigen) Musik Award–Show Österreichs. Nicht nur das Voting-System ist neu, auch bei den Nominierungen hat sich einiges getan: Das erste Mal haben internationale Stars wie Madonna, Lada Gaga oder U2 keine Chance, im Alpenland die Trophäe abzustauben (abgesehen davon, dass diese sich letztlich eh nicht blicken lassen). Denn der Fokus wurde ausschließlich auf österreichische Musik gelegt, betont Universal Austria–Chef Hannes Eder bei der offiziellen Pressekonferenz.

Eingeschränkt habe man sich dadurch aber nicht, so Eder, ganz im Gegenteil: Man habe es dieses Jahr mit dem „breitesten Nominiertenfeld der Geschichte“ des Amadeus – Awards zu tun gehabt. Neben den (bekannten) Kategorien wie „Pop“ oder „HipHop/RnB“ (ja, auch das gibt es in Österreich!) wird dieses Jahr der Ressort „Schlager“ das erste Mal durch die separate Kategorie der „Volkstümlichen Musik“ erweitert. „Um das breiteste Musik-Genre in Österreich gerecht zu würdigen“, meint Eder. Auch neu: Nicht mehr die Verkaufszahlen, sondern eine Experten-Jury entscheidet, wer überhaupt eine Chance auf den Amadeus erhält.

Christina Stürmer ohne Nominierung
Eindeutig zum Nachteil ist dies für die bisherige Amadeus-Abräumerin Christina Stürmer (8 Siege), die bei den Nominierungen heuer gänzlich leer ausgeht. Anders sieht dies bei Durchstarterin Anka Plaschg alias Soap&Skin aus, die insgesamt auf 3 Nominierungen kommt („Alternative/Rock“, „Bestes Album“, „Bester Song“). Ebenfalls dreifach nominiert sind Waxolutionists und der Volksmusiker Andreas Gabalier. Weiters im Rennen sind unter anderem Anna F., Gustav, Vera, die Seer und Hansi Hinterseer. Warum man das Klassik-Genre außen vor ließ, ist leicht erklärt: „Es wird einen eigenen Klassik-Amadeus geben, der sehr spektakulär werden wird“, so Eder. Was man jedoch beibehält ist neben dem FM4-Award (Eder: „Die einzige Konstante neben dem Namen“) auch der Lebenswerk-Preis.

Amadeus goes Web 2.0
Wer aber letztlich den Amadeus mit nach Hause nehmen darf, entscheiden aber nach wie vor die Fans. Ab sofort können diese per Online-Voting ihre Lieblinge unterstützen. Neben den Seiten www.amadeusawards.at und http://a1music.at (der diesjährige Hauptsponsor) wird es auch Abstimmungsmöglichkeiten auf Facebook, Twitter, StudiVZ, MySpace, Netlog und YouTube geben. Wer selbst eine Webseite betreibt, kann über einen über vorgegebenen Programmcode (ein sogenanntes "Widget") die Möglichkeit anbieten, für den Amadeus-Award abstimmen zu lassen.

Neuer Look für den Award
Von so vielen Neuerungen bleibt auch der Award selbst nicht verschont: Dieser hat nun die Form eines Megafons aus Glas, designed von David Zuderstorfer. Wie aber die eigentliche Show rund um den Award ausschaut, wollte man noch nicht verraten. News.at wurde aber verraten, dass die Trennung zwischen Stars und Publikum aufgehoben wird, es wird nur Stehplätze geben. Man darf gespannt sein.

Manuel Simbürger

17.7.2009 16:12
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